Y. Theil. Statistik der Sterbliclikeitsverhiiltnisáe.
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Curve der Todesursache: Lungenschwindsucht.
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Infections- Entzündliche Chronische Langen-
Krankheiten. Krankheiten. Krankheiten, sehwinds.
Allgemeine
Sterblichkeit.
2467,0 28l5,8 3193,5 2501,5 21507,2
; 2469 2815 3194 2502 21516
Die redlinings- ;
1,8 -J- 0,8 0,5 0,5 — 8,8
kleiner (—) um
Die Differenzen sind verhältnissmäsig sehr klein ; doch
schien es wünschenswert!), dieselben ganz verschwinden zu
lassen, was einfach dadurch geschah, dass dieselben proportional
den Zahlen der herausgerechneten wahrscheinlichen Sterbefälle
vertheilt wurden. Zum Schluss wurden die für die Gruppen
»Infectionskrankheiten « , » Endzündliche Krankheiten«, »Chro
nische Krankheiten« erlangten Resultate für jede einzelne Ver
sicherungsperiode addirt, und von den für die sämmtlichen
Todesursachen erlangten abgezogen, wodurch sich auch die
wahrscheinlichen Sterbefälle der Gruppe » Uebrige Todes
ursachen«, ergaben.
Die Ergebnisse der vorstehend skizzirten Rechnungen sind
in den nachfolgenden Uebersichten wiedergegeben. Die auf
die allgemeine Sterblichkeit bezüglichen Resultate sind auch in
der Tabelle 7 des vorhergehenden Kapitels enthalten, nur dass
die Zahlen der höheren Versicherungsperioden daselbst so
corrigirt worden sind, dass sie den grösseren Zahlen der
Lebenden unter Risico, welche dort in Betracht gezogen sind
— die dort benutzten Zahlen der Lebenden unter Risico
erstrecken sich auch auf die nach dem 85. Lebensjahr Aus
geschiedenen — genau entsprechen.
(Tab. 4 u. 5 siebe Seite 88.)
In Tabelle 4 zeigen die Chronischen Krankheiten und die
Lungenschwindsucht einen ganz regelmäsigen und theilweise
auch gleichen Verlauf; beide Todesursachen fangen mit etwa
ein Drittel des Durchschnittssatzes an und schliessen mit fast
dem nämlichen Satze (114,3 und 114.7). Während aber die
»Lungenschwindsucht« bereits nach Ablauf der Periode 4 — 6
den für 26 und aufwärts geltenden Durchschnittssatz ziemlich
erreicht hat, findet bei den »chronischen Krankheiten« ein an
fänglich mäsigeres, in den höheren Versicherungsjahren aber
dann entsprechend stärkeres Steigen statt, so dass man ge
zwungen ist, anzunehmen, dass bei der ärztlichen Prüfung die
Disposition zur Lungenschwindsucht oder das erste Stadium
dieser Krankheit viel häufiger unentdeckt geblieben ist, als die
Disposition oder das Vorhandensein anderer chronischen Krank
heiten. Die Infectionskrankheiten überhaupt sowie auch der
Typhus allein zeigen — wenn man von einigen auffallenden
Unregelmäsigkeiten absieht — einen ganz entgegengesetzten
Verlauf wie die chronischen Krankheiten, indem sie nach einer
kleinen Depression im ersten Versicherungsjahr, wo wegen der
unmittelbar passirten Auswahl auch die acuten Krankheiten,
welche nicht von einer ganz kurzen Dauer sind, etwas weniger
zur Geltung kommen müssen, nicht zu- sondern abnehmen,
eine Erscheinung, die sich durch die Annahme erklären lässt,
dass diese Krankheiten hauptsächlich Personen von sonst guter
Gesundheit befallen, oder solche Personen, welche nicht schon
von einer anderen (chronischen) Krankheit ergriffen sind. Die
»Entzündlichen Krankheiten « weisen — abgesehen von den
wiederum vorhandenen Unregelmäsigkeiten — auf ein ziemlich
constantes, von der Versicherungsdauer also unabhängiges Ver
hältnis hin. Bemerkenswerth ist es übrigens, dass die an
scheinenden Unregelmäsigkeiten (nicht die Promillesätze selbst)
beim Typhus mit denjenigen der Entzündlichen Krankheiten
correspondiren, was fast darauf hinzudeuten scheint, dass die
betreffenden Störungen nicht ausschliesslich durch Zufall ent
standen sind.
In Tabelle 5 sind die Lungenschwindsucht und die übrigen
chronischen Krankheiten einer nochmaligen, aber detaillirten
Untersuchung unterzogen, da es nach den Ergebnissen des
vorhergehenden Kapitels von besonderem Interesse erschien,
den genaueren Verlauf dieser Todesursachen, namentlich in
den höheren Versicherungsperioden, zu erfahren. Das Bild,
welches uns diese Untersuchung darbietet, ist nun in der That
ein überraschendes! Bis nach Ablauf der mit dem 20. Jahr
abschliessenden Versicherungsperiode nehmen die Sterblichkeits
verhältnisse der bezüglichen Ursachen einen ganz ähnlichen
Verlauf wie in Tabelle 4, von da ab tritt eine, bei der Lungen
schwindsucht etwa bis zum 31., bei den übrigen chronischen
Krankheiten etwa bis zum 36. Lebensjahr andauernde Depression
ein, und vom 31. resp. 36. Jahre ab, wendet sich die Curve
wiederum und zwar sehr rapid aufwärts. Die ersten zwei
Phasen entsprechen sehr gut dem Verlauf der allgemeinen
Sterblichkeit, sowie den Hypothesen, welche zur Erklärung
desselben bisher aufgestellt worden sind ; dagegen fehlt lür die
in den höchsten Jahren wieder eintretende beträchtliche Steige
rung einstweilen jede Erklärung, wenn man nicht gerade an
nehmen will, dass sie dem Zufall allein zuzuschreiben ist.
Letzteres hat aber gegenüber dem Umstande, dass die Steige
rung sowohl bei der speciell herausgegriffenen Lungenschwind-