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Vorwort*
Die ©runblage unb ben erften ^Inftoft gu meiner oorliegenben
SIrbeit gaben 2 Sßorträge, bie idj oor nicht langer 3eit über bie
9?eiá)sfinan3gejet}gebung gehalten f>abe. Deren beifällige 9luf=
natjme unb oielfadf)e an midj gerichtete 2Bünfdje oeranlafeten mid),
ihren gnljalt in erweiterter gorm einem größeren itreife ¿ugänglid)
gu machen.
Der 3wect, ben id) mit meiner Arbeit oerfolge, ift ein met)r=
fairer.
(Erftlid) mödjte id) bem and) in gebilbeten, ja fogar politifdj interef=
fierten Greifen recht weit oerbreiteten Mangel an ftenntniffen über
bie mit bem ginangwefen unferes 23aterlanbes gufammenhängem
ben Dinge abljelfen, inbem id) eine turge, allgemein oerftänblidje
Darftellung bes (États, ber finangwirtfchaftlichen ©efetjgebung unb
iljrer ©ntwidlung bis in bie jüngfte ¿eit hinein gebe. Sobann
mödjte ich ber görberung bes 9teidjsgebanïens, ber ja in unferer
3eit burdj bie alles überwudjernben wirtfd)aftlid)en ¿ntereffen gu=
rüdgebrängt wirb unb leiber nicht meljr fo fel)r bie SRidjtfchnur
unferer ^olitil bilbet, wie bas in ber erften gugenb bes neuen
$Keidjs ber gall war, baburdj bienlich fein, bafj idj bie öffentliche
2tufmerïfamïeit einmal wieber auf bie 5totwenbigïeit eines felb=
ftänbigen, bie fchwödjeren Geultem nicht nod) mehr belaftenben
9%ei^sfteuerfgftems Ijinmeife. 3 U ^em 3^ede trete id) ber — leiber
— nodj heri#enben Sluffaffung oon ben alleinfeligmachenben
inbireiten 9leidjsfteuern entgegen.
Die bas beutfdje ginangwefen behanbelnbe Literatur ift bis
her nicht reich gewefen; erft bie o. Stengelfdjen ©efetje oon 1904
unb 1906 hüben hier eine befrudjtenbe 2Bir!ung ausgeübt.
Das befte ältere 2Berï, unb meines Stiffens bas einzige oolb
ftänbige, ift wohl bie Gdjrift oon Dr. S. ¿ohn, „Die ginangen