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Die neuerdings wieder auftretende Verschärfung
des Pariserkurses kann niemand wundern, der diese
Dinge verfolgt hat. Es ist sowohl vom Verfasser, als
auch von anderer Seite diese letzten Jahre über immer
von neuem betont worden, dass die auffällige Gunst des
Pariserkurses für die Schweiz als anormal und zwar
als die klare Wirkung der oben einlässlich geschilderten
ausserordentlichen Vorgänge und Verschiebungen auf
dem Kapitalmarkt anzusehen sei, und dass dieser
Gunst des Kurses ganz unfehlbar ein Umschlag in sein
Gegenteil folgen müsse, von dem Moment an, wo der
Zustrom französischer Kapitalien ins Stocken gerate.
Eine solche Unterbrechung scheint anfangs 1902 und
jetzt wieder eingetreten zu sein. Wie damals, so braucht
auch die heutige Anspannung des Pariser Kurses nicht
von langer Dauer zu sein, sofern aus diesem oder
jenem Grunde — weitere Konversionen im Ausland oder
Steuerflucht des französischen Kapitals — der Zustrom
von Westen wieder einsetzt. Andernfalls wäre wohl eine
dauerndere Passivität unserer Valuta zu erwarten, aber
kaum in wesentlich stärkerem Masse, als sie ohne die
hier in Frage stehenden Vorgänge der letzten drei
Jahre dennoch eingetreten wäre.
Schwerer würde das Bedenken wiegen, dass wir,
sobald sich die politische, oder auch nur die wirtschaftliche
Konjunktur gegen uns wendet, eine Entwertung,
einen Rückfluss unsrer Werte und damit zugleich
eine Diskreditierung unsrer Valuta überhaupt
riskieren, gerade zu der Zeit, wo wir in aller Welt
Kredit am nötigsten hätten. Und zwar ist eine Änderung
in der wirtschaftspolitischen Lage gegenüber
Frankreich weit wahrscheinlicher und näherliegend als