Neckar — Neufundland. 333
Nazionale, Banca Napolitana. — Die
Gewerbthätigkeit ist von geringer Bedeu
tung. Hinsichtlich des Schiffsverkehrs steht
N. nur Genua nach; 1877 liefen hier ein
und aus: in der internationalen Fahrt
1368 Schiffe voit 812,642 Lon., in der
Ķustensahrt 9009 Schiffe von 1,868,346
£•, zusammen also 10,377 Schiffe von
2,680,988 T., davon 86 deutsche von
48,199 T. An der Korallen fischerei betei
ligte sich der Bezirk von N. 1877 mit 31(1
Ijooteit von 2799 T. Hauptausfuhrartikel
şiud: Südfrüchte, Öl, Wein, Reis, Ge
treide, Seide, Süßholz und Lakritzensaft,
Schwefel, Bimssteill, Salpeter, Alaun,
-Nanna, Krapp und Kork; eingeführt
lverden: Kolonialwaren, Metalle, Häute,
Steinkohle und einige Luxusartikel. —
2wn den beiden hier jährlich abgehaltenen
Neffen (je 14 Tage Dauer) beginnt
du eine 19. Sept., die zweite 20. Ott. —
Wechselkurse notiert man nach den
-normen von Genua auf französische und
deutsche Platze, London, Wien, Triest,
-Petersburg 90 Tage dato. Verkäufe auf
t l T8 Monate, bei Manufakten länger,
Barzahlung 6 Proz. Diskont.
Neckar, Fluß in Südwestdeutschland,
entspringt im Schwarzwald und mündet
del Mannheim in den Rhein; von Rott-
Keil an flößbar, vonKannstatt für kleinere
Fahrzeuge schiffbar. Zwischen Heilbronn
und Mannheim besteht Dampfschiffahrt
mit Kettciischleppschifsahrt; Kanäle gehen
ab von Eßlingen, Berg bei Kannstatt, Be
sigheim und Heilbronn (Wilhelmskanal).
Negapatam, wichtige Hafenstadt in
der englisch-ind. Präsidentschaft Madras,
am Bengalischen Meerbusen, Endpunkt
der Indischen Südbahn, welche in die
Madras-Kalikat-Eisenbahn einmündet;
0872) 48,525 Einw. Schiffsverkehr 1874 :
708 Schiffe (74 englische) von 136,807
Ton.; Ein- und Ausfuhr: 13,5 Mill. Mk.
Nelson (spr. ne'lss'n), Hafenstadt au der
Nordküstc derSüdinsel derbritisch-austral.
Kolonie Neuseeland; 0879) 86 1 0 Einw.
Deutsches Konsulat (Amtsbezirk: die Pro
vinzen N., Marlborough und die Graf-
chaft Westland); Bank of New Zealand,
Onion Bank of Australia.
Neuamsterdam, s. Berbicc.
Nkubritaiinikn-Archipels s. Mela-
Neue Hebriden ) uesien.
Ncucnburger See (Lac de Neuchâ
tel), drittgrößter schweizer. See, 39 km
lang, bis 9 km breit, 239,6 qkm groß, mit
einer größten Tiefe von 144 in und 435 in
Meereöhöhe. Die Dampfschiffahrt, welche
schon 1829 begann, beschränkt sich nach
dem Bau der Bahnen, welche von Neuchâ
tel über Bouart, Grandson und Pverdon
nach Estavayer am West- und Sudostufer
entlang laufen, auf den Verkehr mit dem
Murtensee mittelst der untern Broyé, mit
den Linien: Neuchätel-Murten u. Ncncha-
tel-Estavayer. Die Société de navigation à
vapeur sur les lacs de Neuchâtel et Vivrai
unterhält drei Raddampfer von 95Pferdc-
kräften mit Raum für 1300 Personen.
Neufundland, brit. Insel in Nord
amerika, 110,670 qkm (2010 QM.) mit
(1874) 161,374 Einw.—Mehr als 100,000
Menschen, auch Franzosen und Amerika
ner, versammeln sich hier jährlich zum Be
trieb der Fischerei, und von der Bevölke
rung von N. waren 1869: 37,259 Per
sonen mit dem Fang und der Zubereitung
von Fischen beschäftigt. Auch der Robben
schlag an der Küste von Labrador ist von
Wichtigkeit, 1875 lieferte derselbe nicht
weniger als 522,000 Felle. Im Durch
schnitt der Jahre 1871—75 wurden an
Fischereiprodnktcn für 25,5 Mill. Mk. ex
portiert, davon Stockfische 17,4 Mill.,
Thran 5,4, Robbenselle 1,8 Mill. Mk. Von
dem Stockfischerport ging der größte Teil
in die katholischen Länder Südeuropaö
und nach Brasilien, von den Heringen
nach den Vereinigten Staaten, von Thran
ilnd Robbcnfellen nach England. Der Ex
port der Fischcrciprodukte beträgt 94,5
Proz. des Gesamterports. Sonst expor
tiert die Insel noch Kupfererze, 1875 für
1.542.000 Mk. 1878 betrug der Ge
samtwert der Einfuhr 28,6, der Ausfuhr
23,5 m. - Die #cw#abĻ@t.
Johns (s. d.) hat nur während deöSom
mers direkte Dampfschifssverbindung mit
Europa. In derTrinitybai liegt der kleine
Hafen H e a r t's C o n t e n t, in welchem die
atlantischen Kabel gelandet wurden. Die
Schisföbcwcgung in allen Häfen war 1878 :
593.000 Ton. — Finanzen. Die Ein-