Druck von J. S. Prcuss, Berlin S.W., Kommandantenstr. 14.
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zu arm, um den Eigenbedarf an Cyanamid zu decken.
Seine Wasserkräfte sind auch zu schwach, um eine
Produktion in solch grossem Massstabe aufzunehmen.
Aber hier kommen eben die von deutcher Seite im
Auslande gegründeten Carbidfabriken in Betracht. Die
Wasserkräfte sind im allgemeinen stark genug, um —
fertig ausgebaut — eine lukrative Massenproduktion
auch bei relativ geringen Preisen zu gestatten, so dass
auch für diese Fabriken in absehbarer Zeit eine
Periode des Aufschwungs zu erhoffen ist.
Weit grössere Aussichten bietet das gelöste
Acetylen, das tatsächlich berufen zu sein scheint, dem
Petroleum Konkurrenz zu machen, sowohl in bezug
auf Einfachheit der Bedienung, als auch betreffs Leuchtkraft
und Billigkeit. Hinderlich sind bis jetzt der
weiteren Verbreitung dieser Beleuchtung die Polizei«
Vorschriften, die summarisch jedes komprimierte Acetylen
verbieten, während das gelöste Acetylen tatsächlich
absolut ungefährlich ist. Ein weiteres Hindernis
besteht darin, dass ein ganz ausserordentlich grosses
Kapital erforderlich ist, um den Vertrieb des gelösten
Acetylens wirksam in die Hand zu nehmen, und es
ist fraglich, ob Finanzkreise sich finden, die heute
noch grössere Summen in der Acetylenindustrie
investieren. Dann allerdings würden unsere Carbidwerke
auch nicht annähernd in der Lage sein, den
Konsum zu decken, so dass in diesem Falle, der wohl
in dem Bereiche der Möglichkeit liegt, eine Blüte und
Aufschwung für die gesamte Carbidindustrie zu erwarten
steht.