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Der zweite Rohstoff, der Kalk, findet sich trotz
seiner Häufigkeit in der Natur verhältnismässig ziemlich
selten rein vor. Der eigentliche Gebrauchskalk
wird durch Brennen in Schachtöfen aus den natürlich
vorkommenden kohlensauren Verbindungen dargestellt.
Die Reinheit des Rohmaterials ist in doppelter
Beziehung für die Calciumcarbidfabrikation wichtig,
insofern, als einmal die Produktion des Carbids z. B.
durch einen zu grossen Magnesiumgehalt des Kalkes
erschwert wird, andererseits die Ausbeute von Acetylen
resp. die Reinheit des Gases dadurch beeinflusst wird.
Die vorgeschriebenen Rohmaterialien müssen nun.
bevor sie in den elektrischen Ofen gelangen, zerkleinert
werden. Trotz ihrer technischen Einfachheit
ist die Zerkleinerungsanlage für eine rationelle Carbidtabrikation
von grosser Wichtigkeit, besonders bei
einer Industrie, die mit den geringsten Unkosten
rechnen muss. So bedeutet die Kollermühle gegenüber
der Kugelmühle eine Ersparnis an Betriebskraft
bis zu 50 % bei einer Zeitersparnis bis zu 10 % bei
einem bis um 45 % geringeren Anlagepreis für die betriebsfertig
montierte Maschine, je nach der Art und
Grösse.
Das zerkleinerte Rohmaterial wird nun in einem
Ofen der Hitze des elektrischen Lichtbogens ausgesetzt
und dadurch in Calciumcarbid übergeführt. In der
ersten Zeit haben sich Carbidöfen, bei denen der
Betrieb unterbrochen werden musste, um das fertige
Produkt herauszunehmen, sehr rasch eingebürgert,
weil ihre konstruktive Ausbildung leicht war und die
Hauptschwierigkeit der Carbidfabrikation, der kontinuierliche
Abstich, umgangen wurde. In neuerer Zeit
dagegen haben sich die kontinuierlichen Oeien fast
allgemein eingebürgert, weil die Temperatur derselben
gleichmässiger ist und deshalb auch ein gleich-