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sich damit durch, dass sie, nachdem sie wenige Tage
in der Fabrik gearbeitet haben, sich von einem Arzt
einen Krankenschein ausstellen lassen und nun ohne
Aequivalent ihre Kassengelder beziehen. Bei der
freien Arztwahl haben nun diejenigen Aerzte den
grössten Zuspruch, die mit der Ausstellung solcher
Atteste am liberalsten sind. Und auch für die Aerzte
in dieser armen Gegend gilt das Sprichwort : Not
bricht Eisen. Die Arbeiter aber, die ihren Krankenschein
bis zum äussersten ausgenutzt haben, ziehen
weiter, um an anderer Stelle ihren Trick von neuem
auszuführen. Gäbe es statt der freien Aerztewahl
feste Kassenärzte, so würde dieser Liberalismus von
selbst wegfallen. Bei den nahen Wechselbeziehungen
ist es hier sehr schwer, Ursache und Wirkung zu
unterscheiden. Die Ansicht mancher Betriebsleiter
geht hier wohl zu weit, wenn sie als Grund für den
häufigen Personalwechsel die freie Aerztewahl angibt.
Jedenfalls — und das lässt sich nicht abstreiten —
wird die Unstetigkeit des Fabrikpersonals durch jene
begünstigt. Dieser häufige Arbeiterwechsel ist um so
unangenehmer, als selten die Kündigungszeit innegehalten
wird und die Heranziehung neuer Arbeitskräfte
bei der isolierten Lage der Werke mit Schwierigkeiten
und Zeitverlust verbunden ist. Alles in Allem
ist die zugewanderte Arbeiterschaft als ein notwendiges
Uebel anzusehen, um die einheimische Bevölkerung
leiten resp. die erforderlichen Arbeitskräfte überhaupt
beschaffen zu können.
D. Die Rohmaterialien.
Ebenso wie für die Arbeiterverhältnisse ist natürlich
auch für die Beschaffung und die Preise der
Rohmaterialien die Lage der Carbidwerke von ausschlaggebender
Bedeutung. Die natürliche Boden-