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Zusammenlegungen (siehe Anlage) beweisen, dass die
Industrie überkapitalisiert war und erst allmählich auf
die Gleichgewichtslage einregulieren konnte. Die in
der Tabelle angeführten wenigen Zahlen sprechen
genug, sodass es sich erübrigt, an dieser Stelle auf
dieses unerquickliche Thema näher einzugehen.
Es verlohnt sich vielleicht, noch einen Punkt zu
berühren; das ist die unverhältnismässige Höhe der
Kreditoren. Zumeist sind es die Elektrizitätsfirmen,
die durch ganz besonders günstige Lieferungsbedingungen
ihren Waren Absatz verschaffen wollten und
sich deshalb in irgend einer Form, sei es auch nur
als Kreditoren oder durch Uebernahme von Aktien,
beteiligen mussten. Bei Lechbruck z. B. steigt bei
einem Aktienkapital von 1,1 Mill. M. das Kreditorenkonto
von 49 903 M. der Uebergangsbilanz auf
509 154 M. nach Beendigung des Umbaues. Aehnlich
liegen die Verhältnisse auch bei den ausländischen
Carbidwerken, nur mit dem Unterschiede, dass infolge
der veränderten Rechtslage die Form, unter welcher
sich das deutsche Kapital beteiligt, eine andere geworden
ist. Dieses Thema ist wichtig genug, um
ausführlicher darauf einzugehen.
5. Die Beteiligung des deutschen Geldes im
Auslande.
Es sind im allgemeinen deutsche Elektrizitätsfirmen
oder Bankinstitute, die diesen nahestehen, die
sich im Auslande finanziell beteiligt haben.
Die Allgemeine Carbid- und Acetylen-Gesellschaft
zu Berlin, die bei der Gründung der Anlagen in
Sarpsborg und Deutsch-Matrei beteiligt gewesen ist,
stand früher der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft
sehr nahe. Das Werk in Borregard-Sarpsborg, an dem
sie mit 170 000 Kronen beteiligt war, wurde von einer
englischen Firma, als der Hauptschuldnerin beim Zu-