Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

125

Die  Bedeutung  des  Tausches  im  Ñrbeits-  u.  tvertbildungsprozeß

die  der  Mensch  braucht,  gehört  aber  der  Grund  und
Loden  als  Wohn-  und  Werkstätte,  und  somit  ist  es,
vom  Ñugenblick  der  Arbeitsteilung  an,  unbedingt  notwendig, ­
  daß  auch  durch  irgendeinen  Tausch  die  passendsten ­
  Menschen  in  den  Besitz  des  passendsten  Stück  Landes ­
  kommen  können.
Wäre  nun  der  Grund  und  Loden  eine  Sache,  d.h.
ein  Stück  der  körperlichen  Welt,  das  durch  menschliche
Tätigkeit  in  seinem  Wesen  oder  in  seine  Lage  verändert,
  also  produziert  werden  kann,  wie  in  5  A  definiert, ­
  dann  brauchten  wir  seine  Stellung  im  Wirtschaftsleben ­
  gar  nicht  näher  zu  untersuchen.  Sein  Austausch ­
  mit  jeder  andern  Sache  wäre  dann  ebenso  einwandfrei ­
  wie  in  5  A  beschrieben.
Aber  das  ist  er  eben  nicht,  und  wenn  man  einwendet, ­
  das  sei  wesenlos,  eine  Ware  sei  er  immerhin,
denn  man  treibe  Handel  mit  ihm  und  müsse  Handel
damit  treiben,  wenn  wir  nicht  wirtschaftlich  stagnieren
wollten,  so  beweist  das  nur,  daß  man  auf  jede  exakte
wissenschaftliche  Methode  verzichtet,  sowie  sich  unliebsame ­
  Konsequenzen  daraus  ergeben.
Man  kann  doch  nicht  etwas  als  zu  einer  gewissen
Kategorie  gehörig  bezeichnen,  das  der  Hauptmerkmale
derselben  entbehrt.
Was  würde  man  zu  einem  Naturforscher  sagen,  der
ein  Dbjekt  ins  Tierreich  einreihen  würde,  das  weder
bewegungs-  noch  fortpflanzungsfähig  wäre?
Dieses  Kunststück  leistet  sich  aber  jeder,  der  etwas
ins  Bereich  der  Ware  verweist,  was  nicht  beweglich
und  nicht  durch  menschliche  Arbeit  herstellbar  ist,  denn
darin  liegt  das  Charakteristikum  jeder  Ware.  (Beweglich
ist  hier  im  weitesten  Sinne  zu  nehmen,  so  wie  Kant
es  definiert  hat:  Alles  aber  was  zerstört  werden  kann,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.