Die Bedeutung des Tausches im Ñrbeits- u. Ivertbildungsprozeß
ist es selbstverständlich nicht so aufzufassen, als ob es
sich um scharf abgegrenzte Epochen handelte, wie etwa
Kapitel in einem Buche, und daß, wenn ich von Mobili
sierung des Grund und Bodens spreche, dieser nicht
auch schon vorher in gewissem Zinne mobil gewesen
wäre. Hiles fließt, alles wirbelt durcheinander, ebenso
wie wir heute bei uns noch die äußerste Gebundenheit
der Zcholle in den Latifundien gleichzeitig mit der
größten Mobilisierung in der Terrainspekulation er
leben, die ein Grundstück an einem Tage zwei- bis
dreimal umsetzt. Der Übergang von einer Epoche in die
andere ist nur so zu verstehen, daß zur Regel wird,
was sonst nur Ausnahme war.
Es sollte also hinfort der Grund und Boden so
frei käuflich und verkäuflich, beleihbar und verpfändbar
sein, wie jede andere Ware,' man gab ihm künstlich
den Tharakter einer Zache, um ihn desto leichter gegen
Zachen eintauschbar zu machen,' aber indem man die
alten Privilegien zerbrach, bei denen der Vorteil des
Tausches von Zache gegen Rechte ganz auf seiten der
Privilegierten lag, schlug nun auf einmal das Ver
hältnis des Tausches in das Gegenteil um; nun ging
der Vorteil ganz in die Hände derer, die gegen Zach-
güter Bodenrechte eintauschten.
Die alten privilegierten landbesitzenden Klassen
gaben in der Regel kein Land her im verkauf auf
ewige Zeiten, und in England ist das heute noch der
Meistens geschah es auf dem kvege der Pacht,
d. h. sie gaben gegen Zachen oder Arbeit nur ein
Zeitlich scharfbegrenztes Bodenrecht in Tausch, wobei
sie stets die Mächtigeren blieben. Bei diesem Prinzip
ist der Vorteil natürlich auf Seite derer, die die Rechte
gewähren. Das ändert sich aber sofort, wenn Land auf