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Die Bedeutung des Tausches im ñrbeits- u. Wertbildungsprozeß
steuern, Aufhebung der Bergwerksabgaben, Ablösung
der bäuerlichen Lasten, Erleichterung und Verbilligung
des Kredites, alles Maßregeln, die zu keiner dauernden
wirtschaftlichen Erleichterung für die auf den Boden
gewandte Arbeit führten, der sie angeblich nützen sollten,
sondern die nur den wert des Rechtes am Boden als
Tauschobjekt erhöhten.
In diese Kategorie gehört auch die Zollgesetzgebung.
Sic ist der letzte Schritt jenes Prozesses, durch den
sich die Bezieher der Grundrente ihres Teiles der Bei
träge zur Landesverteidigung entziehen und die Lasten
dafür auf die breiten nichtbesitzenden Massen abwälzen.
wir sehen also, wie die Gesetzgebung, beeinflußt
durch eine herrschende Klasse, den wert von Boden-
rechten ganz willkürlich erhöhen oder verringern kann,
woraus mit unerbittlicher Logik folgt, daß der Handel
mit diesen Rechten nicht unter allgemein gültige wirt
schaftliche Gesetze fällt, sondern, daß sich stets
der Tausch zwischen Zache und Bodenrechten
so gestalten wird, wie es die herrschende
5 chichi für ihre Zonderinteressen verlangt.
Je kleiner dieser Kreis, je konzentrierter die Kapital
bildung aus der Grundrente in wenigen fänden, desto
größer der Abstand zwischen arm und reich,' je breiter
die Zchicht, je verteilter die Grundrente, desto allge
meiner der Wohlstand, daher am höchsten da, wo ge
setzlich alle partizipieren.
Während wir also prinzipiell für höchst mögliche
Freiheit eintreten, wo immer es sich um Tausch von
bache gegen Zache oder von solcher gegen Arbeit handelt,
weil diese Freiheit allein eine gerechte Verteilung der
erzeugten werte gewährleistet, müssen wir erkennen
lernen, daß es beim Tausch von Zachen gegen Rechte