Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

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Schlußfolgerungen 
England nicht. Die Kolonien stehen in einem so 
lockeren Verhältnis zum Mutterlande, daß Sir wilfr. 
Courier z. B. im kanadischen Parlament erklären konnte, 
daß Kanada bei einem etwaigen Kriege Englands gegen 
eine Großmacht sich neutral erklären würde, was im 
Gründe ja eine umschriebene Unabhängigkeitserklä 
rung ist. 
England macht die allergrößten Anstrengungen, um 
wit den Kolonien zu einem Zollverein zu kommen, aber 
bisher ist er noch immer an der Selbstsucht der ein 
zelnen gescheitert, und das Mutterland hat nicht die 
Wacht, diese Selbstsucht zu brechen. 
Mas hier von einem Reiche gilt, an dessen Spitze 
die gewaltigste Seemacht der Welt steht, das gilt 
natürlich noch in sehr viel höherem Maße dort, 
wo sich die einzelnen Mächte völlig gleich gegen 
über stehen, hier wird jede Macht bemüht sein, 
den freien Ñustausch der Güter zu ihren Gunsten 
Zu beeinflussen. Db ihr das wirklich gelingt, ob sie 
dadurch, daß sie die Harmonie der Dinge stört und ihrem 
bißchen verstand mehr zutraut, als den natürlichen 
Wechselwirkungen, wirklich einen Vorteil hat oder nicht, 
ist hierbei gleichgültig. Der Glaube genügt, um eine 
Wirkung hervorzurufen, die eine Gegenwirkung fordert. 
Denn, wenn wir uns über den Nutzen auch nicht klar 
sein mögen, den der Schutzzoll einem Lande zu bringen 
vermag, eine Wirkung hat er unter allen Umständen, 
er schädigt den Nachbar. 
Wenn wir z.B. gegen Rußland einen noch höheren 
ņoggenzoll erheben würden, als heute, so könnten 
wir die Einfuhr nach Deutschland gänzlich hemmen, 
und da kein anderes Land der Welt den Roggen haben 
will, so wird er einfach wertlos. Das russische Na-
	        
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