Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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..  2.  Kapitel
Über  ökonomische  Werte

Eine  ungeheure  Literatur  dreht  sich  um  diesen
begriff.  Ihre  lfervorbringung,  Verteilung,  der  sogenannte ­
  Mehrwert,  die  damit  zusammenhängende  Kapitalbildung, ­
  stehen  im  Vordergründe  fast  aller  nationalökonomischen ­
  Betrachtungen,  und  das  ganze  Schwergewicht ­
  der  Argumentation  wird  auf  die  Güter  geļegt,
  die  toten  werte,  die  der  Mensch  hervorbringt.
Da  scheint  es  an  der  Zeit,  einmal  daran  zu  erinnern, ­
  daß  das  höchste  lvertobjekt  unter
allen  Umständen  der  Mensch  selb  st  ist,  der
leistungsfähige  und  bedürfnisfähige  oder  besser  noch
bedürfnisheischende  Mensch.
Das  ist  schon  oft  ausgesprochen  worden,  so  in
Voltaires  trefflichen  Worten:
„Der  Reichtum  eines  Staates  beruht  auf  der  Zahl
seiner  Einwohner  und  ihrer  Arbeit."  „Der  Zweck  jeder
vernünftigen  Regierung  ist:  Bevölkerung  und  Tätigķeit.
  „Der  beste  Staat  ist  der,  welcher  die  geringste
Zahl  von  unnützen  Menschen  enthält."
Aber  unter  dem  Wust  nationalökonomischer  Detail,
Forschung  wird  diese  Wahrheit  immer  wieder  vergessen,
und  es  hat  nahezu  ein  Jahrhundert  lang  eine  Lehre
bie  Nationalökonomie  beherrschen  können,  die  die  Erzeugnisse ­
  der  Menschen  höher  bewertete  als  ihn  selbst,
bie  schon  erwähnte  Lehre  des  Malthus.
Zwar  in  vielfach  entstellter  Form  verbreitet,  ist
ber  Niederschlag  aus  dieser  Lehre  in  der  öffentlichen
Üleinung  doch  der  gewesen,  daß  man,  wo  immer  sich
            
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