35
3*
Über ökonomische werte
ein Wert einen anderen, um zum Ausdruck zu kom
men. Da man nun die menschliche Arbeit als hervor-
bringerin aller Dinge ansah, die je zu Werten wer
den können, so lag es nahe, sie als die Einheit anzu
nehmen, und man konstruierte schlankweg die zur
Herstellung eines Gegenstandes nötige Normalarbeits-
Zeit als den einzig zuverlässigen Maßstab.
Ülit dieser Bewertung kommt man aber aus Wider
sprüchen und Ausnahmen gar nicht heraus.
Viel einfacher liegt die Sache, wenn wir die Wert
bildung zugrunde legen, wie sie entsteht, wenn wir
den Tauschwert einer Sache gegen Arbeit fest
zustellen vermögen.*)
hier scheint uns in der Tat der Schlüssel zur
ganzen Werttheorie zu liegen, die dann allerdings
etwas anders aussieht, als die bisher übliche.
Sehen wir uns daher einmal ein solches Bei
spiel des Tausches einer Ware gegen eine Arbeits
leistung an. Wenn wir alles auf diese reduzieren
wollen, müssen wir sie einmal da beobachten, wo sie
sich in ihrer einfachsten Form darstellt, und wo dieser
Tausch ein absolut freier ist.
Vie Familie eines afrikanischen Eingeborenen
braucht zu ihrer Erhaltung durch Ackerbau eine Arbeits
leistung, sagen wir, von 50 Tagen. Diese zur Erhaltung
, r uormalen Lebensführung des „standard of life",
nötige Arbeit ist das absolut Notwendige,' daher kann
auch hier nur das Wertmaß alles dessen gesucht werden,
das über das Notwendige hinausgeht' ferner ergibt sich
.. *) Das Nähere über den Charakter dieses Tausches
>lehe nap. 4.