5. Kapitel
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der rascheren Wertakkumulation im Wirtschaftskörper:
das Handelskapital beginnt seine befruchtende
Tätigkeit.
was haben wir im Grunde hierunter zu verstehen^
Die Ansammlung von Wertgegenständen in einer Hand
zum Zwecke des Austausches, die die Eigenschaft haben,
daß sie unter allen Umständen von jedermann an
jedem Drt und zu jeder Zeit begehrt werden.
heute ist die Tauschware par excellence das Gold,
warum? weil es, einmal in Kulturländer gelangt, nie
den Drt zu suchen braucht, wo man es begehrt.
Ls ist überall am Drte seiner höchsten Nachfrage. Dann
kommt die Stufenleiter aller übrigen Gebrauchsgegen
stände als kaufmännisches Kapital, deren wert sich
genau nach der Schnelligkeit und Sicherheit richtet, mit
der diese Dinge zum selben Ziele gelangen. Lin Bei»
spiel wird dieses sofort erklären.
Lin Kaufmann, der 200000 Nlark Gold besitzt
und 150000 Mark Verbindlichkeiten hat, ist unter allen
Umständen solvent, d. h. man wird ihm ohne wei
teres zugestehen, daß er ein vermögen von 50 000 Nlark
habe. Nun ist es aber nicht Aufgabe des Kaufmannes,
sein vermögen in bar Geld liegen zu lassen; es soll
arbeiten, d. h. er soll es gegen andere waren tau
schen. Angenommen er legt die 200000 Nlark in
Kupfer- oder Bleibarren an. Alsdann wird er im ge
wöhnlichen Laufe der Dinge einem Kreditgeber gegen
über noch durchaus solide und sicher dastehen, denn man
hat das vertrauen zu ihm, daß er die Barren nicht ge
kauft haben würde, wenn er nicht die sichere Erwartung
hegte, sie dahin bringen zu können, wo man sie braucht,
wird dieser Glaube erschüttert, so geht es in dem