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Die Bedeutung des Tausches im Ñrbeits- u. lvertbildungsprozeß
leiden, die die Subsistenzeinheiten, die sie für ihre Waren
erhoffen, bedenklich zu schmälern imstande sind.
Die Erfahrung wird ihnen daher als klug er
scheinen lassen, einem Händler, der ihnen aus seinem
Handelskapital heraus die Tauschwaren, die sie brau
chen sofort ausliefert, den Vorrang zu geben vor
einem solchen, der ihnen diese Dinge erst nach langer
Ñeisc zu bringen verspricht.
hier liegt wieder eine Ñrbeitsteilung vor, die den
Güterverteilungsprozeß wesentlich abkürzt, denn wir
Essen immer im ñuge behalten, daß des Schmiedes
Ñrbeit ja im Grunde darauf gerichtet ist, Eßwaren
Zu erlangen, daß die Herstellung der Äxte nur Mittel
zum Zweck ist.
Je leichter nun der einzelne den Zweck seiner
ñrbeit erreicht, desto besser für den ganzen Wirt
schaftskörper.
In dem Vorhandensein des Handelskapitals liegt
ferner der Vorteil, Ñngebot und Nachfrage zeitlich
auszugleichen. Nur bei den alltäglichsten vedürf-
uissen wird es der Fall sein, daß Produktion und
llauschgelegenheit zusammenfallen.
Sonst wird es mehr die Regel sein, daß sie sich
uicht decken. So kann es kommen, daß der Schmied,
der doch zu leben gezwungen ist, gleich nach Her
stellung seiner Äxte sehr viel weniger Subsistenzein-
heiten anzunehmen gezwungen werden könnte, als wenn
kr einige Wochen bis zur Ernte zu warten vermöchte.
übernimmt das Kapital des Händlers diese
Wartezeit und sichert damit auch den zeitlich besten
Ñlarkt.
Ñuch hier ist der Nutzen, den das Kapital ein
streicht ein durchaus begründeter Lohn dafür, daß es den