Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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Die  Bedeutung  des  Tausches  im  Ñrbeits-  u.  Wertbildungsprozeß

es  in  viel  höherem  Maße  tun  bei  der  Verschiedenheit
der  individuellen  Begabung  unter  den  Menschen.  Ein
minder  begabter  Mensch  kann  aus  seiner  haut  nicht
heraus-  die  in  dürftiger  Gegend  Geborenen  haben  immerhin ­
  die  Möglichkeit  herauszukommen,  wenn  nicht
politischer  Zwang  und  Verhältnisse,  die  außerhalb  des
Wirtschaftsgebietes  liegen,  sie  daran  hindern.  Jedenfalls
wird  man  nie  den  Vorwurf  erheben  können,  daß  das
Kapital  an  sich  in  diesem  Falle  wirtschaftlichen  Zwang
verursachte,  denn  die  Notlage  war  schon  vorhanden,
ehe  es  auf  der  Bildfläche  erschien,  viel  eher  als  zu
einer  Verschlechterung  hat  es  zu  einer  Verbesserung
der  Lage  der  Ñrbeit  geführt.  Das  Handelskapital  ist
also  nicht  arbeitfeindlich,  sondern  -freundlich.
Um  einmal  ganz  besonders  anschaulich  zu  machen,
wie  durch  Tausch  ganz  reale  Werte  entstehen,  und
wie'  sich  solche  ziffernmäßig  feststellen  lassen,  wähle
ich  noch  ein  scharf  ausgeprägtes  Beispiel,  das  aber
durchaus  im  Rahmen  der  Wirklichkeit  liegt.
Ein  armer  Geiger  erbt  von  seiner  Mutter  eine
Nähmaschine  und  ein  armes  Nähmädchen  von  ihrem
Dater  eine  Geige.
Für  jeden  von  ihnen  sind  diese  Dinge  nahezu
wertlos,  sie  tauschen,  und  sind  beide  reicher.
Warum?  weil  die  verschiedenen  Dinge  eben  bei  den
verschiedenen  Menschen  verschiedenen  Wert  haben,  der
sich  volkswirtschaftlich  noch  mit  dem  Grad  der  Befähigung ­
  steigert,  mit  dem  der  eine  oder  andere  die
Dinge  zu  benutzen  versteht.
3um  Tausch  dieser  beiden  Instrumente  ist  es  nun
nötig,  daß  sich  die  beiden  Besitzer  in  irgend  einer  weise
finden.  Dann  läßt  sich  der  wert  dieses  Findens  durch-
            
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