Full text : Die Entwickelung zum Socialismus

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könnte  und  sollte,  als  ein  fast  passiver  Actionär,  der  als
einzige  Function  die  Gewinnbeteiligung  hätte.
Schon  durch  diese  Beteiligung  würde  die  Gesamtheit ­
  eine  moralische  Verpflichtung  gegen  das  Personal
dieser  Unternehmungen  auf  sich  nehmen;  als  Actionär
und  Teilhaber  am  Gewinn  würde  sie  die  Macht  und  die
Pflicht  haben,  darauf  zu  sehen,  dass  die  Dauer  der
Arbeitszeit,  die  Höhe  der  Löhne,  die  Organisation  der
Versicherungen  den  gebieterischen  Forderungen  der  öffentlichen ­
  Meinung  entsprächen;  und  in  dem  Masse,  wie
die  Anteile  des  Staates  wüchsen,  würden  auch  sein  Einfluss ­
  und  seine  Verpflichtungen  wachsen.
So  zwar,  dass  in  letzter  Linie  E.  Solvays  System
der  „freien  Vergesellschaftung“  zu  denselben  Consequenzen
  führen  würde,  wie  die  in  den  socialistischen  Programmen ­
  geforderte  vollständige  Vergesellschaftung  der
grossen  Industrieen.
C.  DievollständigeVergesellschaftungder
Industrieen.
Stellt  man  sich  hypothetisch  eine  collect  ivistische
  Politik  vor,  die  die  allmähliche  Uebernahmfe
der  Hauptindustrieen  durch  die  Gemeinden  oder  den
demokratischen,  decentralisierten  und  von  den  rein
autoritären  Machtorganen  differenzierten  Staat  zum  Ziel
hat,  dann  müsste  man  sich  offenbar  —  auf  der  Linie
des  geringsten  Widerstandes  —  zunächst  gegen  die  natürlichen ­
  oder  durch  die  capitalistische  Concentration  künstlich ­
  geschaffenen  Monopole  wenden.
Wenn  es  sich  um  die  monopolisierten  Industrieen
handelt,  dann  fallen  in  der  That  alle  Argumente  der
Gegner  des  Socialismus  zu  gunsten  der  persönlichen
Initiative  und  der  aus  der  Concurrenz  entspringenden  Vorteile ­
  platt  zu  Boden.  Denn  da  nun  einmal  gar  keine  Concurrenz ­
  existiert,  kann  sie  nicht  wirksam  sein;  ferner  ist
            
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