Full text: Die Entwickelung zum Socialismus

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— so sind das Fragen, die leider viel weniger von unserem 
eigenen Belieben, als von den socialen Verhältnissen ab- 
hängen. 
Gewiss wird jeder fühlende Mensch — selbst ohne 
alle Aussicht — wünschen, dass die Befreiung der Ar 
beiter nicht so viel Blut und Thränen kosten möge, wie 
die Bürgerkriege und die internationalen Metzeleien, die 
den Aufstieg des dritten Standes gekennzeichnet 
haben. Wenn man aber den blinden, erbitterten, wilden 
Widerstand sieht, den die privilegierten Classen immer 
auch den bescheidensten Forderungen der grossen Masse 
entgegensetzen, dann muss man unwillkürlich an die Worte 
denken, die Schiller seinem Wallenstein in den Mund 
legt: 
„Eng ist die Welt, und das Gehirn ist weit, 
Leicht bei einander wohnen die Gedanken, 
Doch hart im Raume stossen sich die Sachen; 
Wo eines Platz nimmt, muss das andre rücken, 
Wer nicht vertrieben sein will, muss vertreiben; 
Da herrscht der Streit, und nur die Stärke siegt.“ 
Diese Stärke, diese Macht, die Herrin der Welt, muss 
das Proletariat erobern. Die Arbeiter müssen den Wahl 
spruch der Internationale zur Wahrheit machen, das in 
ihnen schlummernde Classenbewusstsein erwecken, durch 
unablässige Propaganda die alte Disciplin zerstören, die 
den Armeen den passiven Gehorsam einpflanzt, und sich 
mit eiserner Geduld an die Eroberung der Rechte und 
der öffentlichen Gewalt machen. Sie müssen sich durch 
unablässige Arbeit an sich selbst zur intellectuellen und 
moralischen Höhe ihrer Hoffnungen erheben und durch 
die Entwickelung der freien und freiwilligen Organisation 
der Arbeiterclasse Generationen heranbilden, die für die 
republicanische Organisation der gesellschaftlichen Arbeit 
reif sind. Mit einem Worte : der socialistische Gedanke 
muss alle Einrichtungen durchdringen, alle Köpfe er 
füllen, alle Widerstände überwinden.
	        
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