zur Ernährung des Volkes, mit den Pelzwaren, den feinen
Gewändern und, in den nördlichen Ländern, mit dem
Wein.
Aber mit den grossen überseeischen Entdeckungen er
weitern sich die Märkte, die Manufactur tritt auf : die
Arbeitsteilung, die im Mittelalter lediglich in einer Schei
dung der einzelnen Gewerbe bestand, zerlegt nunmehr
den Productionsprocess, der auf Herstellung einer be
stimmten Ware abzielt, in einzelne Teile. Inferior in Hin
sicht auf die Productivität, geht das Zunftwesen seinem
Ende entgegen. Die capitalistische Aera bricht an.
B. Volkswirtschaft und Weltwirtschaft.
Im Anfang reproduciert die protectionistische und
mercantilistische Volkswirtschaft thatsächlich nur auf
breiterer Basis und unter Bewahrung eines grossen Teils
der alten Formen die alte Zunftordnung.
Die industriellen und Handel treibenden Classen
stellen selbst in den am weitesten vorgeschrittenen Län
dern nur erst einen kleinen Bruchteil der Gesamtbevöl
kerung. In England gab es z. B. nach den Berech
nungen von Gregory King für 1688 4265000 Landwirte
gegen nur 240000 in der Industrie und 246000 im Handel
beschäftigte Personen. Aber im Jahre 1769, weniger als
ein Jahrhundert später, haben diese Verhältnisse bereits
grundstürzende Aenderungen erfahren : nach Young zählen
die landbautreibenden Schichten nur noch 3 600 00 Men
schen, die Manufactur beschäftigt drei Millionen, die
anderen Gewerbe 1 900 000.
Jetzt setzt sich die industrielle Revolution mit unge
meiner Schnelligkeit durch. Es bildet sich der Weltmarkt,
das Netz der Verkehrswege entwickelt sich, die Mineral
schätze des Bodens werden gehoben, die Machinofactur
tritt an Stelle der Manufactur, die fabriksmässige Industrie
trägt den Sieg über die anderen Arten der Production