Full text: Die Schweiz

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von Fleckvieh, den rotweißen Simmentaler Schlag 
und den 'schwarzweißen Freiburger Schlag. Die 
Rindviehzucht der Schweiz zielt in erster Linie 
auf einen höchsten Milchertrag ab; Mast, Aufzucht 
von Rassetieren und Arbeitsleistung nehmen dem 
Wert nach eine untergeordnete Stellung ein. Der 
Michnnag Ehrliche Milchertrag wird auf annähernd 850 Milt. 
Franken geschäht und verteilt sich wie folgt: 
Direkter Verbrauch 48 o/o 
Käsereien 32 c/ 0 
Milchindustrien 5 o/o 
Aufzucht und Mast l5 » 0 
w War früher die Käsebereitung Sache der 
Älpler, so entstammt heute die Hauplproduktion dem 
Mittelland, sowohl nach dem Wert als nach der 
Menge berechnet. Die auch im Ausland bekanntesten 
Sorten sind der Emmentaler- und der Greyerzer- 
Käse. Die Ausfuhr geht meist nach Deutschland, 
Frankreich, Italien und den Vereinigten Staaten 
und erreichte 1909 den Betrag von 58 Mill. 
Franken; sie macht rund die Hälfte der Produktion 
!R " Wrl aus. Dagegen muß die Butterbereitung der Schweiz 
durch eine starke Einfuhr ergänzt werden. 
Unter den Milchindustrien sind besonders die 
Kondensation und die Milchschokolade- 
b e r e i t u n g zu nennen. Die Milcheindampfungs- 
Fabriken von Cham, Düdingen, Payerne und Ve 
vey ziehen aus weitem Umkreis ansehnliche Mengen 
von Milch heran und verarbeiten sie fast aus 
schließlich für die Ausfuhr; 1909 betrug sie 29 
Mill. Fr. Die Hauptabnehmer sind England und 
seine Kolonien. 
Die Aufzucht gut entwickelter Rassetiere ist. 
wohl überall verbreitet, kann aber nur vereinzelt 
als Hauptrichtung der Viehzucht gelten; so z. B. 
im Simmental, dessen edle Rinder einen guten Ab 
sah im Ausland finden.
	        
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