Full text : Die Entwickelung zum Socialismus

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§  2.
Die  Handwerker.
Unter  den  von  der  Hauswirtschaft  abgezweigten
Teilen  der  Production  spielt  das  Handwerk  —  im  Mittelalter
  die  herrschende  ökonomische  Form  —  in  der
capitalistischen  Wirtschaftsordnung  nur  eine  mehr  und
mehr  secundare  Rolle.
Der  Handwerker,  der  seine  Productionsmittel  selbst
besitzt,  für  den  Localmarkt  arbeitet  und  seine  Erzeugnisse
selbst  an  den  Kunden  absetzt,  findet  sich  nur  noch  in
Gegenden  und  in  Industriezweigen,  in  denen  etwelche
Hindernisse  der  Ausdehnung  des  Marktes  und  der  Entwickelung ­
  der  Arbeitsteilung  entgegenstehen.
Das  ist  besonders  der  Fall  bei  den  ländlichen  Handwerken, ­
  bei  den  Luxusindustrieen  und  in  jenen,  deren
Producte  einer  raschen  Veränderung  unterworfen  sind,
den  Transport  nicht  vertragen  und  an  Ort  und  Stelle  keine
hinreichende  Zahl  von  Käufern  finden.
Als  allgemeine  Regel  kann  man,  wie  Marousbem
sagt,  den  Satz  hinstellen,  dass  dann,  wenn  die  Märkte
klein  sind,  sich  auf  die  Nachbarschaft  oder  auf  eine
sehr  wenig  zahlreiche  Kategorie  der  Bevölkerung  beschränken ­
  (Bäckerei,  Luxustischlerei)  die  kleinen  selbstständigen ­
  Handwerker  in  der  Mehrheit  bleiben;  dass  aber
im  Gegenteil  dann,  wenn  sich  die  Absatzgebiete  ausdehnen
und  zu  nationalen  oder  zu  internationalen  werden,  einander
die  grossen  Fabriken  oder  die  Hausindustrie  den  Markt
streitig  machen;  die  Hausindustrie  hält  sich  dann,  wenn
sie  durch  den  billigen  Preis  der  Handarbeit  gegen  die
technischen  Fortschritte  concurrieren  kann.
„Darnach  finden  wir  die  Kleinindustrie  noch  in  den
Gruppen  der  Nahrungsmittelbereitung  :  Bäcker,  Conditoren,
  Fleischer,  Wurstler;  in  der  Textilindustrie  und  in
der  Verarbeitung  der  Stoffe:  Schneider,  Schneiderinnen,
Weissnäherinnen,  Modistinnen  u.  s.  w.;  in  der  Leder-
            
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