Full text : Die Entwickelung zum Socialismus

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I.  Die  Cartelle.
Das  Car  tell  ist  eine  freie  und  vertragliche  Verbindung
zwischen  Unternehmern  desselben  Industriezweiges  zum
Zwecke  der  Monopolisierung  des  gemeinschaftlichen
Marktes,  bei  der  die  einzelnen  Unternehmungen  eine  mehr
oder  weniger  grosse  Selbständigkeit  bewahren.
Man  kann  von  den  einfachsten  bis  zu  den  compliciertesten
  vier  Arten  von  Cartelle  unterscheiden  :  Preiscartelle, ­
  Productionscartelle,  Absatzcartelle  und  Verkaufscartelle. ­

a)  Die  Preiscartelle.
Das  Preiseartell  ist  die  einfachste  Form:  es  ist  das
Bündnis  oder  das  Abkommen,  durch  das  sich  eine  gewisse
Anzahl  oder  die  Gesamtheit  der  Industriellen  eines  Productionszweiges
  zusammenthun,  um  entweder  zu  einem
gleichen  Preise  die  Rohproducte  einzukaufen  oder  zu
einem  verabredeten  Preise  ihre  Ware  abzusetzen.
Als  Beispiel  für  das  Einkauf  car  teil  erinnern  wir  an
die  Zuckerfabricanten  (in  Belgien),  die  den  Landwirten
einen  Einheitspreis!  für  die  Zuckerrüben  vorschreiben.
Was  die  Verkauf  scarteile  anlangt,  so  haben  sie  sich
seit  einigen  Jahren  sehr  vermehrt.  Besonders  für  die
Massengüter,  deren  Transport  kostspielig  ist  und  die  deshalb ­
  ausserhalb  eines  bestimmten  Gebietes  nicht  mehr
mit  Vorteil  verkauft  werden  können.  Die  Producenten
haben  den  Vorteil,  dass'  sie  ihre  Preise  heraufsetzen  können,
ohne  eine  wirksame  Concurrenz  durch  das  Dazwischentreten ­
  weiter  entfernt  wohnender  Industriellen  fürchten  zu
müssen.
Jedermann  kennt  z.  B.  die  Coaks-  und  Kohlencartelle,
die  heute  in  allen  Ländern  existieren.  In  Belgien  besteht
seit  einer  langen  Reihe  von  Jahren  bereits'  ein  Abkommen
über  die  Preise  der  Hausbrandkohle.  Auch  für  den  Verkauf ­
  der  Fettkohle  —  des  Schwarzbrotes  der  Industrie
—  haben  die  Kohlenbaugesellschaften  unlängst  Syndicate
            
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