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nichts zu tun. Weder werden Beiträge von den Käufern erhoben, noch wird ein
Blatt gegründet. Es werden, ohne daß jemand einen Pfennig für ein Los ausgibt,
einer gewissen Jnteressentengruppe viele tausend Mark behufs Ausspielung
zur Verfügung gestellt. Denn an der Prämienverlosung kann sich jeder beitragsfrei
beteiligen, wenn er nur im Laufe des Jahres drei Bücher des Rabatt-Spar-Vereins
vollgeklebt und die Gegenwerte der Bücher bis zum 1. Dezember nicht
abgehoben hat. Solche entgegenkommende Verlosung hat wohl überhaupt noch nicht
stattgefunden. Die Einzelheiten verlaufen im großen und ganzen so: An der
Geschäftsstelle werden Sammelsparbücher vorrätig gehalten. Kommt nun jemand
und präsentiert sein vollgeklebtes Sparbuch, so wird er gefragt, ob er diesen
Betrag bar haben oder zur Prämienverlosung anmelden will. Im ersten Fall
erhält er seine 10 Mk., im zweiten werden sie in das Sammelsparbuch eingetragen.
Bei der dritten Eintragung bekommt der Käufer zugleich die gerade
fällige Losnummer; sie sei 90. Unter Nr. 90 wird dann in einer Nebenliste der
Name des Inhabers vermerkt. Bei Einreichung des sechsten Buches erhält er
wieder die aus der Reihenfolge sich ergebende Nummer, bei Ablieferung des
neunten Buches desgl. usw. Vom 1. Dezember ab kann das Geld in Empfang
genommen werden. Bringt es jemand, weil er nur wenig in den Rabatt-Spar-Geschäften
kauft, nicht bis zu drei Büchern, oder hat er vier, fünf, sieben, acht usw.,
dann werden die überschüssigen Bücher in das nächste Jahr übertragen, so daß
kein Buch für die Verlosung verloren geht, wenn es im Sammelsparbuch
angemeldet steht.
Als höchster Gewinn muß stets eine respektable Summe ausgeworfen sein,
die kleinsten dürfen nie weniger als 20 Mk. betragen. Auch ist streng zu beachten,
daß die Berechtigung zur Teilnahme an den Nachweis vom Einkauf für
mindestens 600 Mk. geknüpft wird. Man lasse sich ja nicht zu der Ansicht derleiten,
daß der Besitz von einem Buch für 200 Mk. Ware genügen könnte, weil
ja ein Besitzer von zwei, drei usw. Büchern entsprechend mehr Gewinnchancen
hätte, als ein Besitzer von einem Buch. Dies letztere ist nicht zu bestreiten, aber
darauf kommt es gar nicht an. Die Sache ist vielmehr so: Die Prämienverlosung
ist ein Kampfmittel gegen die Konsumvereine und Warenhäuser, wenn auch ein
sehr liebenswürdiges. Die Prämien sollen denen zugute kommen, welche die
Rabatt-Spar-Geschäfte in ihrer Allgemeinheit fleißig benutzt haben. Wenn nun
denen, die nur e i n Buch vollgeklebt haben, schon gestattet wird, an der Verlosung
teilzunehmen, so kann das schon jeder, wenn er nur sein Brot bei einem Bäcker
kauft, der im Rabatt-Spar-Verein ist. Denn auch nur eine mäßig große Familie
verbraucht täglich leicht für 60 Pfg. Backwaren und das macht schon ein Buch
aus. Wenn den Bäckern gestattet wird 10% zu geben, werden foga* zwei
Bücher voll. Es kann dann ein solcher Käufer ruhig noch im Konsumverein