38
Die
Konsumvereine
§26.
Daß Herr Staudinger sich so auf Konsumvereine verbissen hat, ist sein
grohkapitaltstische P^ch. Er will das Großkapital bekämpfen und sitzt mitten drin. Denn die
Auswüchse. Konsumvereine sind vielfach selbst großkapitalistische Auswüchse geworden, und
wenn man das zweifelhafte Vergnügen hat, einen Konsumvereinsagitator zu hören,
so weiß man, daß die Millionen dann nur so herumfliegen. Die Herren sind
faktisch vom Golde berauscht. In neuster Zeit ist als Haupttrick die Parole ausgegeben,
namentlich den Hörerinnen weiszumachen, daß die Vereinsmitglieder
alle Herren dieser Millionen wären. Sie reden von Gründungen der mannigfachsten
Zentralfabriken, und jeder soll sich als Fabrikbesitzer, Plantagenbesitzer,
Reedereiinhaber fühlen. Mit einer Seifenfabrik in Aken a. E. wird begonnen
werden, Flotten von Transportschiffen sind in Aussicht genommen und anderes
mehr. Man sieht, die Herren haben bei der Bekämpfung des Großkapitalismus
etwas gelernt, und ich fürchte, daß schließlich die Vorstände und Aufsichtsräte
in den Verwaltungen dieser Millionen, zu deren leitenden Stellen merkwürdigerweise
fast nur waschechte Sozialdemokraten für befähigt erachtet werden, ihren
Lehrmeistern nach probeweisem Einstecken von Millionen schließlich auch noch
den persönlichen Geschmack an der Verwendung der Gelder ablernen und dann
die Konsumvereinsmitglieder nach dem Gelingen der Konzentration des größten
Teiles des Handels im Zentralverband deutscher Konsumvereine durch alle die
unlauteren Machenschaften bedrücken werden, welche sie jetzt nicht genug beklagen
können. Den Teufel durch Beelzebub auszutreiben, ist immer eine gefährliche
Manipulation gewesen, und in solchem Verhältnis steht der Konsumvereinsgedanke
zum internationalen Großkapitalismus.
wahren Freiheit und Unabhängigkeit von direkter und indirekter Fron- und
Tributpflicht der geknechteten Arbeiterschaft durch die Pforten der Konsumvereinshallen
führt, an deren Hinterfronten sich die eigenen Produktionsstätten für alle
Bon der Freiheit Mit verhältnismäßig wenia Galle aeaen meine
§ 27.
Mit verhältnismäßig wenia Galle aeaen meine Person hat Herr Staudinger
Nach einer grau in grau gemalten Schilderung über das jetzige unwürdige
Sklaven- und Herrenverhältnis, das sich durch die Notwendigkeit des Erwerbes
für den Arbeitnehmer gebildet habe, sucht er nachzuweisen, daß der Weg zur
Gebrauchsgegenstände anschließen. Entsprechend dem in den sozialdemokratischen
Konsumvereinsprojekten augenblicklich dominierenden Phantasiegebilde der projektierten
Akener Seifenfabrik versucht Herr Staudinger an dem Beispiel der
Seifenfabrikation, die Knechtschaft der jetzigen Seifensieder im Gegensatz zu dem