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§ 28.
In dieser Stellung als Direktor der Fronabteilung in den Produktiv- Eventuà Folgen
genossenschaften würde Herr Staudinger auch genügende Muße haben, den Wert Maffengründung
seiner jetzigen Anschauungen über die neuen ungeheuren materiellen Vorteile der
Arbeiter zu ergründen. Jetzt scheint er das nicht zu können. Er mag daher mit meinen
Fingerzeigen fürlieb nehmen. Ich werde mich zuerst der bei den Konsumvereinen
sozialdemokratischer Richtung auf der Tagesordnung stehenden Seifenfabrik in
Aken a. E. zuwenden.
Nehmen wir an, sie sei gegründet und in flottem Betrieb. Alle sozialdemokratischen
Konsumvereine reißen sich um ihre Produkte, alle roten Säuglinge
lassen sich nur mit Akener Seife waschen. Dann verringert sich offenbar
der Absatz bei den bisherigen Fabriken, und sie entlassen Arbeiter. Wenn die
Fabrikanten vernünftig sind, werden sie solche Arbeiter entlassen, welche einem
Konsumverein angehören; denn als Mitglieder dieser sind sie selbst mit an dem
Rückgang ihrer Fabrik schuld. Nach den eigenen Ausführungen der Genossen
stellt nun aber der Riesenbetrieb Aken mit, sagen wir, 200 Arbeitern, viel mehr
Seife her als in den kleineren Fabriken von 200 Arbeitern fabriziert werden
kann. Vielleicht werden also 400 Arbeiter brotlos. Was machen diese? Einige
werden nach Aken wandern und dort um Beschäftigung anklopfen. Aber da
werden sie schön ankommen. Eine Anzahl würde zunächst bei den weiteren Neueinrichtungen
Beschäftigung finden können, wenn aber auch durch diese Schuh-,
Möbel-, Mehl- usw. Fabriken in steigendem Verhältnis immer mehr Arbeitskräfte
brach gelegt werden, dann werden die Weisen der Konsumvereinshierarchie ihnen
schließlich zurufen müssen: Ja, habt ihr denn seinerzeit nicht gehört, daß wir
ganz offen immer erklärt haben, es wären in den Zwergbetrieben viel zu viel
Arbeitskräfte beschäftigt und daher kämen die hohen Preise? Wir haben stets
gesagt, daß zur Verbilligung der Waren Arbeitskräfte ausgeschaltet werden
müßten, da habt ihr wie unsinnig Bravo gerufen und die Gegner, welche euch
auf eure spätere Arbeitslosigkeit hinwiesen, habt ihr niedergeschrieen. Uns könnt
ihr keinen Vorwurf machen, wir würden unsere Hände in Unschuld waschen,
wenn wir nicht die herrliche Akener Seife so massenhaft und so nahe hätten.
Und dann werden die also Belehrten unter Benutzung einiger hier unterdrückten
kräftigen Kosenamen aus dem offiziellen Schmeicheleienverzeichnis des Dresdener
sozialdemokratischen Parteitags mit Bremer Nachtrag sagen: Den Unsinn haben
wir damals nicht verstanden, wie überhaupt den sozialdemokratischen Quatsch
niemand versteht, aber jetzt sehen wir, daß ihr uns an der Nase herumgeführt
habt. Hoffentlich vernünftig geworden, kehren sie den Konsumvereinen den
Rücken und lassen die Herren Massenfabrikanten in Aken a. E. stehen. Sie