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Was Karl Marx für die soziale Bewegung
bedeutet.
Auf den ersten Blick erscheint es seltsam, daß gerade Marx'sche
Ideen es sind, die in den Köpfen der Sozialisten zum Siege gelangt
sind und alle anderen Ideen fast verdrängt haben. Denn von
dem, was sonst die starke Sieghaftigkeit von Heilslehren erklärlich
macht, enthalten die Schriften dieses Mannes nichts.
Arm sind sie an sozialen Ideen, arm an politischen Gedanken,
arm an warmen, eindringlichen Tönen. Da wird den Massen kein
Paradies verheißen; kein Wunderland wird ihnen vor die Sinne gebracht,
in denen Milch und Honig fließt, in denen alle Menschen
Grafen sind und ohne viel Arbeit sich des Lebens und seiner Genüsse
freuen. Wie es etwa Fourier tut oder Weitling. Die alles
was das Herz des armen Mannes nur erfreuen konnte, in dem
Lande der Zukunft verwirklicht sahen, in dem das salzige Meerwasser
in Limonade verwandelt war, die Menschen mit Rosen im
Haar die tägliche Arbeit tändelnd verrichteten, in heiterem Freundeskreise
an reichbesetzter Tafel die vielen Mußestunden verbrachten und
(die Hauptsache!) je drei bis vier schöne Frauen zu ihrer freien
Verfügung hatten. Alle diese bunten Phantasmagorien fehlen bei
Marx. Kalt, wuchtig wie Hammerschläge fallen die Worte nieder: