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fassen kann. Diese nun hat zwei Seiten, eine ideale und eine
materielle. Ideal kann sich eine Klasse selbstverständlich nur dann als
emanzipiert betrachten, wenn sie als Klasse wirtschaftlich und somit
politisch herrschend oder mindestens unabhängig geworden ist, das
Proletariat, das in ökonomischer Abhängigkeit vom Kapital sich befindet,
also nur, wenn es diese Abhängigkeit vom Kapital aufhebt.
Man könnte sich vielleicht denken, daß das Proletariat Unternehmer
als Angestellte unterhielte, die die Produktion als Beauftragte leiteten.
Dann aber wäre die Leitung ja nicht mehr in den Händen der Unternehmer
wie heute, sondern in den Händen des Proletariats, dieses
also Herr der Situation. Solange diese Herrschaft in irgend welcher
Form nicht erreicht ist, kann, im Sinne der Klasse gesprochen, von
einer Emanzipation nicht die Rede sein. Ebenso kann materiell nicht
die Rede davon sein, solange diejenigen Umstünde weiter wirken, die
heutzutage vom Standpunkte der Klasse ans als die eigentlichen
Gründe ihrer sozialen Inferiorität betrachtet und ans dem kapitalistischen
Wirtschaftssystem abgeleitet werden. Wenn also das Proletariat
sich klar ein Ziel setzt, so kann dieses Ziel nur sein, immer
vom Standpunkte der Klasse aus, die Beseitigung dieses kapitalistischen
Wirtschaftssystems. Nun ist diese Beseitigung in zwei Formen
möglich. Sie kann nämlich entweder erfolgen, indem die großen
Wirtschaftsformen, die die früheren kleinen abgelöst haben, zurückgebildet
werden zu kleinen Verhältnissen. In diesem Falle bedeutete
die Beseitigung des kapitalistischen Wirtschaftssystems eine Rückbildung
in kleinbürgerlichem Sinne. Oder aber es kann dieses System überwunden
werden in der Weise, daß die bestehenden Formen der Großproduktion
erhalten werden. Dann kann die Beseitigung nur in
einer Vergesellschaftung der Produkttonsmittel und gemeinschaftlicher
Organisation bestehen: ein drittes gibt es nicht. Wenn also das