Plünderungen. ñriegSursache.
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»Mens ch en kennt der Militärstaat nicht)", — ist doch nur
möglich bei einer keine Grenzen kennenden Erbitterung gegen
das durch sie zu Stande gekommene Werk, gegen das
Deutsche Reich. An obige Injurien reiht stch die Verhöh
nung des höchsten militärischen Ehrenzeichens, des „eisernen
Kreuzes", würdig an, desien materiellen Werth der
..Volksstaat" (187k, 103) auf 7 Groschen 3 Pfennige
tapiri. Ein wegen des eisernen Kreuzes entstandener Streit,
bet zu schweren Thätlichkeiten, die den Tod des Dekorirten
Zur Folge hatten, führte, gibt dem „Volksstaat" (1871, 63)
willkommene Veranlassung, zu schreiben:
..Die Moral der Geschichte ist: seid vorsichtig, Ihr mit
»Ruhm und dem eisernen Kreuz Beladenen! Und wenn
..Ihr ganz sicher sein wollt, so ahmt die unter sächsischen
..Soldaten aufkommende Sitte nach, und tragt das gefähr-
"liche Ding in der Hosentasche."
Die Ursachen des Kriegs sucht der „Volksstaat" natür-
lich ausschließlich auf Seiten Bismarcks. „Der Krieg wurde
nothwendig durch die Eroberungspolitik Bismarcks"(1871,84).
"Bismarck hat den Krieg mit langer Hand vorbereitet; die
"spanische Thronkandidatur spielte er in dem Moment aus,
«in welchem ihm der Erfolg am sichersten schien." (1873, 74).
Ķurz, bei jeder Gelegenheit ergreift der „Volksstaat" offene
Partei für Frankreich, und kein Franzose kann fanatischer
gegen Deutschland gesinnt sein, als es der deutsche in Leipzig
erscheinende „Volksstaat" ist.
Die jedes deutsche Gemüth im tiefsten Grund verletzende
Stellung, welche das „Organ der social-deniokratischen Arbeiter-
Partei" zu den Kriegsereignisien und zu ihren für das
Deutsche Vaterland so ersprießlichen Wirkungen einnimmt.
W ihren guten Grund. Eine Gefahr des Vaterlandes
erkennt der „Volksstaat" nicht an, ihm ist der Krieg ein
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