Object: Mexico

50 Wirtschaftsgeschichtliche Skizze. 
Seifensiedereien, Glas- und Fayencefabriken, Buchdruckereien, 
in Mexico auch einer. Münze (seit 1537). Aber die Mehrzahl 
industrieller Erzeugnisse kam vom Mutterland und bildete den 
Hauptstock der Einfuhr. 
Der Handel spielte sich in der spanischen Kolonialzeit auf 
dem Lande vielfach in gleicher Weise durch indianische Händler 
ab, wie zuvor, und auch in die Städte brachten die Indianer 
ihre Erzeugnisse. Die Weißen aber/ trieben nicht nur Binnen- 
handel, sondern auch überseeischen Handel mit dem Mutter- 
land, das Mexico mit Geweben, Papier, Eisen, Branntwein, Wein 
u. 8. w. versorgte, während Mexico dorthin hauptsächlich Edel- 
metalle, Cochenille, Indigo, Vanille, Zucker, Häute schickte. 
Außer mit dem Mutterland bestanden auch regelmäßige Be- 
ziehungen mit den Philippinen (besonders Silberausfuhr über 
dort nach China), seit dem Ende des 18. Jahrhunderts auch mit 
den übrigen spanischen Kolonien. 
Vor dem Jahre 1778 besorgte eine Anzahl von der spani- 
schen Regierung privilegierter sogenannter Registerschiffe den 
Handelsverkehr zwischen Cadiz und Sevilla einerseits, Veracruz 
anderseits, indem alle vier Jahre eine Fahrt hin und zurück aus- 
geführt wurde. Die letzte Registerflotte, die unter U110 as Kom- 
mando 1778 fuhr, nahm außer Edelmetallen Waren im Wert von 
2.470.000 Pesos mit (davon 2,264.254 Pesos Cochenille), während 
1787—1790 nach Eröffnung des freien Handels mit dem Mutter- 
land und den spanischen Kolonien die Warenausfuhr über Vera- 
cruz bereits 11,493.664 Pesos ‚erreichte (davon für 7,923.989 
Pesos Cochenille) — ein klarer Beweis für den vorteilhaften 
Einfluß der freieren Handelsbestimmungen. Später entwickelte 
sich der Handel von Veracruz immer mehr, und als Durch- 
schnittswert des gesetzlichen Veracruzaner Gesamthandels fand 
Mühlenpfordt für das letzte Vierteljahrhundert der 
spanischen Kolonialäre (1796—1820) 31°/, Millionen Pesos 
jährlich. 
Gegenüber dem Handel über Veracruz trat der über Aca- 
pulco (auf der pazifischen Seite des Landes) stark zurück. Nach 
Acapulco kam jährlich von den Philippinen ein Schiff von 1200 
bis 1500 t Gehalt, das nach dem Gesetz für !/, Million Pesos
	        
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