544 Kap. XVII. Einfluß der Konjunkturen auf die Preisbildung usw.
. Das Gesamteinkommen. im Königreich Sachsen ist, wie man sieht,
keinem Rückgange unterworfen gewesen, wohl aber ging das Einkommen
aus Handel und Gewerbe, also das Unternehmereinkommen,
in den Jahren 1891 und 1903 zurück. Eine entsprechende Abnahme
fand bezüglich der übrigen Einkommengruppen nur, was die Renten
betrifft, im Jahre 1902 und nur in kleinem Umfange statt. Das Einkommen
aus Grundbesitz sowie auch das Gehalt- und Lohneinkemmen
ist durchweg auch in den Depressionen, wenn auch in abgeschwächtem
Tempo, gestiegen. In der Hochkonjunktur, die 1900 kulminierte,
fand die stärkste Steigerung des Unternehmereinkommens in den Jahren
1896 bis 1899 statt. Die Steigerung war in den folgenden Jahren eine
verhältnismäßig langsame, bis sie 1903 ganz unterbrochen wurde.
Sehr charakteristisch sind die Einkommenziffern für Schweden.
Von der Einkommeneinschätzung zur „Bewilligung‘‘ sind die Landwirtschaft
und der ganze Grund- und Hausbesitz sowie auch die Einkommen
unter 500 Kronen (etwa 550 Goldmark) ausgeschlossen. Bei
dem Unternehmereinkommen, das also landwirtschaftliches Einkommen
nicht mit umfaßt, sind als Ertrag des Grund und Bodens und der Gebäude,
die in dem Unternehmen verwendet sind, 5% von ihrem Kapitalwert
abgezogen. Es ist hier die Zunahme bzw. Abnahme (—) des Unternehmereinkommens
und des Gehalt- und Lohneinkommens im Vergleich
zum Vorjahre (in Millionen Kronen berechnet worden)*).
Zu- und Abnahme (—) des zur „Bewilligung“ eingeschätzten
Einkommens in Schweden
(in Millionen Kronen):
Dienst Unternehmen
(einschl. Pension) und Beruf
1883 0,3 — 0,9
84 6,2 9,7
1885 3,9 - 7
86 3,6 17
87 2,7 3,0
88 2,8 23,1
89 5,7 24,4
1890 7,7 - VO
91 7,0 — 0,8
92 13,3 - 7,8
93 7,8 8,8
94 6,6 10,5
1895 10,4 20,1
96 12,7 29,3
97 20,4 41,0
ı) Nach ‚,Generalsammandrag öfver Bevillningen‘“.