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Fisenbahngeschäften wiederholter ungesetzlicher Vermeh-
rung des Aktienumlaufes und dem aus seinem Eisen-
bahnnetz gezogenen übermäßigen Gewinn — einem Ge-
winn, der für die Leute des Nordwestens schrecklich
drückend war. Senator Pettigrew schreibt über Hills Er-
werb dieser Eisenlager: „Das Eisen lagerte unter Fichten-
wäldern, und die Holzgesellschaft hatte einen: Holzweg
angelegt, um die Fichten herauszuschaffen; nachdem
sie die Fichten geschlagen hatte, verkaufte sie den Weg
und das Land zu einem, wie sie glaubte, übertrieben hohen
Preise an Mr. Hill, aber es erwies sich, daß sich unter dem
Lande ausgedehnte Eisenerzlager befanden. Ich glaube,
Mr. Hill schätzt die Gruben auf fünfhundert Millionen
Tonnen?).“ Wenn dieser Bericht wahr ist, kann man mit
Sicherheit annehmen, daß Hill die Art des Landes kannte,
ehe er es kaufte; vom geschäftlichen Standpunkt beurteilt,
war es ein sehr schlaues Unternehmen.
Diese Annahme wird durch die Tatsachen, die in einem
von H. W. Pearson, einem Geologen aus Duluth, gegen
Hill und die Great Northern- Eisenbahngesellschaft am
29. Januar 1901 in St. Paul angestrengten Prozeß auf-
gedeckt wurden, bestätigt. Die Summe, um die es sich bei
dem Prozeß handelte, wurde auf 14 Millionen Dollar
angegeben, den angeblichen Wert des Besitztums, das
Hill und seiner Eisenbahn gehörte und von ihnen in Besitz
genommen war, nachdem Pearson es entdeckt hatte. In
1) In einem Privatbrief an den Verfasser erzählt. In früheren Kapiteln dieses
Buches haben wir gesehen, wie große, den Kanalgesellschaften als angeblich sumpfiges
Gebiet gewährte Landstriche so betrügerisch vermessen wurden, daß sie einige
der allerreichsten Kupferlager im Nordwesten einschlossen. Dasselbe traf für
einige der Landbewilligungen an Eisenbahngesellschaften auf Eisenerzlager zu.
Man kann nicht behaupten, daß denjenigen, die aus diesen Betrügereien Nutzen
zogen, die Tatsache unbekannt war, daß die von ihnen auf so betrügetische Art
erworbenen Ländereien Kupfer- und Eisenerzlager enthielten. Mehrere Berichte
von geologischen Sachverständigen der Regierung hatten die Ausdehnung und
Lage dieser Minerallager beschrieben, Ein umfangreicher Bericht im besonderen
war der von den Regierungsgeologen der Vereinigten Staaten J. W. Foster und
J. D. Whitney erstattete. Er wurde im Jahre 185% veröffentlicht und enthielt
ausführliche Beschreibungen üb:r die besondere Art der Mineralgebiete. Er
beschrieb besonders die Eisenerzlager in der Gegend des Lake Superior als solche
von beinahe beispielloser Reinheit. — U. S, Senate Documents, Special Session,
32. Congress, 1851, Bd. III, Doc. No. 4.