Full text: Preußisches Landbuch

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es wurden an Pensionen 2400 Thlr. verausgabt. Die Beiträge der 
Mitglieder beliefen sich auf 2660 Thlr. 
Schullehrer-Wittwenkasse zu Wernigerode, 
seit 1743 bestehend. Die Elementar-Leerer der Grafschaft zahlen 
2ş Thlr. Eintrittsgeld und 1 Thlr. jährlichen Beitrag; außerdem bei 
jedem Sterbefall 1 Thlr., ebenso die Kirchcnkassen. Zur Bestreitung 
der Begräbnißkosten erhält die Wittwe 50 Thlr., Peusion empfängt sie 
23—30 Thlr. 
Schullehrer-Wittwenkaffe der DiöceS Ziesar. 
1789 begründet. Sie hatte 1842 einen Fonds von 630 Thlr., 24 
Mitglieder mit einem Jahresbeiträge von je 1 Thlr. und 8 Wittwen 
mit einer Pension von jährlich 5 Thlr. (Hermes I. 227.) 
Schul-Stiftitng zu Ahrweiler. 
Kapital-Fonds 1367 Thlr. Die Zinsen werden zur Anschaffung von 
moralischen und religiösen Büchern verwendet zur Bertheilung unter 
die Kinder, welche die Schule verlaffen; ~ der Zinsen darf auch zur 
Anschaffung von Schulmaterialien benutzt werden. Der Schul-Borstand 
hat die Verwaltung. 
Schul-Stiftnng zu Rehlingen (Saarlouis), 
herrührend von Apollonia Mieser, Wittwe Feyen von Rehlingen, 
aus dem Jahre 1762. Die Stiftung besteht in Grundstücken im 
Werthe von 1700 Thlr. Der Pacht-Ertrag (zur Zeit 154} Thlr.) 
ist zur theilweisen Bestreitung der Gehälter der Elementarlehrer des 
Orts im Interesse der Eltern der schulpflichtigen Kinder bestimmt. 
Schul-Stiftnng zu Saarwellingen <Saarlouis), 
ein Bcrmächtniß des Ackerers Johann Wilhelm von 1838. Sie be 
steht in Grundstücken, deren Pacht-Ertrag 22} Thlr. abwirft und zum 
Vortheil armer kath. Schulkinder verwendet wird. 
Schul-Stiftungen zu Wernigerode. 
Es bestehen a) acht Freistellen auf der aus einer Stiftung der Gra- 
fen zu Stolbcrg hervorgegangenen Klosterschule zu Ilfeld im Hannover- 
schen, welche das Gesammthaus Stolbcrg zu vergeben hat; vier sind zur 
Verfügung des regierenden Grafen zu Stolberg-Wernigerode. b) Eben 
J v^ittsche verlegt, deren vier der regierende Graf zu 
stolbcrg-Lcrnrgerode vergiebt. d) Ein aus der Verschmelzung ver- 
^tlftnngen entstandener städtischer Stipendien-Fonds hat 
jährlich 330 Thlr. Einkünfte, die unter die Bewerber, studirrnde Söhne 
christlicher Bürger der Stadt, gleichmäßig vertheilt werden, e) Das 
Lambergsche Stipendien-Legat von 1500 Thlr., die Hälfte in Gold; 
die Zinsen erhält ein durch Wohlverhalten sich auszeichnender Student 
wahrend seiner Universitätszeit iu halbjährlichen Raten. Vgl. Keßler, 
Lambergsches Legat rc.
	        
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