Full text : Russlands Bankerott

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Zukunftshoffnung  des  Zarenreichs  ernstlich
gefährdet  werden,  und  reicht  auch  keineswegs
zur  Deckung  der  gegenwärtigen  budgetären

Das  russische  Anforderungen  aus;  mit  neuer  Anleihe
Danaidenfaß  die  Lücke  verstopfen,  heißt  den

Bankerott  hinausschieben,  nicht
ihn  vermeiden;  so  bleibt  der  Finanzverwaltung ­
  als  ehrenhaftes  und  sicheres
Mittel  nur  die  Verständigung  mit  den  Gläubigern, ­
  das  Arrangement.
Wir  haben  es  für  unsere  Pflicht  gehalten,
die  kommenden  Möglichkeiten  zu  überschauen
und  uns  über  die  Situation  zu  orientieren,
um  die  Mittel  anzugeben,  mit  denen  wir  uns
schädliche  Formen  des  einseitigen  Bankerotts
abwehren,  und  die  Grenzen  zu  bestimmen,  bis
zu  denen  unsere  Einwilligung  bei  Vergleichsverhandlungen ­
  gehen  darf.  Sollte  das  Zarenreich ­
  über  die  Krise  ohne  Bankerott  hinwegkommen ­
  obwohl  das  nur  einen  Aufschub
bedeutet  —,  so  haben  wir  doch  nicht  nutzlose ­
  Arbeit  geleistet;  wie  man  während  des
Marokko-Konflikts  für  alle  Fälle  rüsten  mußte,
so  müssen  wir  Rußland  gegenübervorbereitet ­
  sein,  um  in  Ruhe  den  künftigen
Ereignissen  entgegensehen  zu  können?)

Literatur:')

Allgemeine  über  Staatsbankerotte  im  Artikel  „Staatsbankerott ­
  im  Handwörterbuch  der  Staatswiffenschaften",
sernerRoscher-Gerlach:  „System  derFinanzwiffenschaft  §  129",
Ad.  Wagner:  „Finanzwiffenschaft",  Korn:  „Staatsschuldentilgung ­
  und  Staaisbankerott".
Für  die  ältere  Zeit:  Baumstark:  „Staatskredit,
Staatsschuld,  Staatspapiere",  1833.  Hock:  „Öffentliche
Abgaben."  Nebenius:  „Der  öffentliche  Kredit."
Die  einzelnen  Bankerotte:  Rußland:  Bloch,
„Les  finances  de  la  Russie“,  Paris  1899.  Zielinski,
„Der  Rubel  jetzt  und  vor  hundert  Jahren",  Jena  1898.  —
Oesterreich:  Beer,  „Der  Staatshaushalt  Oesterreichs."
Adolf  Wagner,  „Ordnung  des  österreichischen  Staatshaushalts." ­
  Springer,  „Geschichte  Oesterreichs."  —  Türkei:
Brunswick,  „Le  banqueroute  turque“,  Paris  1875.  Morawitz, ­
  „Les  finances  de  la  Turquie“,  Paris  1902.  —
Serbien:  Durenberger,  „Die  Staatskontrolle  in  Serbien"
(in  deutscher  Sprache),  Paris  1902.  —  Griechenland:
            
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