fullscreen: Die südrussische Eisenindustrie

Vorwort. 
Die naohfoigende Niederschrift entstand Ende 1918 in Kiew, 
während die Truppen des ukrainischen Volksführers Petljura mit 
denen des Hetman Skoropadski um den Besitz der Stadt rangen. 
Wenn ich heute die Niederschrift der Öffentlichkeit übergebe, 
so tue ich dies in dem Glauben, daß das kommende Jahr uns 
wieder die Verbindung mit dem südöstlichen Europa bringen wird, 
und daß sich dort allmählich Verhältnisse anbahnen werden, die 
die Möglichkeit bieten, die natürlichen Reiohtümer des Bodens zu 
verwerten. 
Rußland hatte in gewaltiger Produktionssteigerung von 1906 bis 
zum Jahre 1913 seine Roheisenerzeugung fast verdoppelt. Es stand 
an fünfter Stelle der Roheisen herstellenden Länder der Welt und 
hätte im Jahre 1915 oder 1916 die französische Roheisenproduktion 
überflügelt und damit seinen Platz hinter England eingenommen, 
wenn der Krieg und seine Folgen nicht Einhalt geboten hätten! 
Der Zweck der Niederschrift war, dem deutschen Berg- und 
Hütteningenieur sowie dem deutschen Maschinenbauer, der hoffent 
lich bald wieder seinen Weg nach Südrußland finden wird, eine 
Beschreibung dessen zu geben, was an Bodenschätzen im Lande 
vorhanden ist und was Menschenhände bisher geschaffen haben, um 
die toten Reiohtümer in lebende Werte zu verwandeln. 
Einzelne Teile der Niederschrift sind im Jahre 1918 in „Stahl 
und Eisen“ von mir veröffentlicht worden. 
Für diejenigen Leser, denen die russische Gewichtseinheit nicht 
geläufig ist, ist eine Umrechnungstabelle angeheftet. 
Will ich (Rhld.', im Dezember 1919. 
Der Verfasser.
	        
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