XI. Fette.
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Tarifmässige Benennung
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dien der Schmelz- beziehungsweise der Er
starrungspunkt der durch Verseifung daraus ge
wonnenen Fettsäuren mindestens 31o (Schmelz
punkt) beziehungsweise 29o(Erstarrungspunkt)
Beaumur beträgt, ebenso die Schmelzrück
stände (der Schmelzsatz, die Graben, Grieben
oder Griefen) verstanden. Gepresster Talg
(Presslinge, Presstalg) ist der aus dem frischen
Rindstalg nach Ahpressen des weichen, flüssi
gen Fettes (Oleomargarin zur Kunstbutter
fabrikation) erhaltene feste Fettstoff in ge
wöhnlich tafelförmigen oder gebrochenen flachen
Stücken. Derselbe unterscheidet sich schon
durch den noch stark hervortretenden Talg
geruch, Fettigkeit und Knetbarkeit von der
härteren, trockenen, nahezu geruchlosen Stea
rinsäure; in Zweifelsfällen dient zur sicheren
Unterscheidung Salmiakgeist oder Alkohol, in
welchen Stearinsäure gelöst wird, Presstalg
dagegen theilweise ungelöst bleibt.
Palmöl u. Cocosnussöl, festes, vegetabilischer Talg
Bei der Einfuhr zur See .
NB. Unter vegetabilischem Talg (Nr. 70) werden
solche Pflanzenfettstoffe verstanden. welche
eine dem Palmenfett und Cocostalg (Palm
butter, Cocosbutter) ähnliche Beschaftenheit
haben und wie diese Verwendung finden. Da
bin gehören : Illipeöl (Ellipe- oder Bassiaöl).
Carapaöl, Galambutter (Sheabutter), Masura-
talg, Vateriatalg (Pinientalg, mehr oder weni
ger weis s oder gelb), Virolatalg. Tschula oder
chinesischer vegetabilischer Talg (grün oder
grünlichweiss) u. dgl.
Fette und Fettgemenge, nicht besonders benannte,
Fischthran
NB. Als Fette, nicht besonders benannte (Nr. 71),
sind zu tarifiren; Abschöpf-, Abwasch-, Klauen-,
Knochen- und Wollwaschfett, Beinmark, De-
gras ((järberfett) u. dgl., ferner Fisch- und
Robbenspeck, Oleomargarin, Elain und Elain-
säure (Olein, Oleinsäure) und andere nicht
besonders benannte Fettsäuren,
Wagenschmiere, feste, fette, d. i. Mischungen
fester oder schmieriger Fettsubstanzen, welche
auch Graphit, alkalische Erden, Alkalien, Theer,
Harz- und mineralische Schmieröle, fette Oele
und andere ähnliche Stoffe enthalten können
und bei gewöhnlicher Temperatur mindestens
butterartige schmierige Consistenz haben, sind
gleichfalls nach Nr. 71 zu behandeln.
Flüssige Fette und Fettgemenge, d. i. solche,
welche bei 12« Réaumur keine Consistenz
mehr behalten und nicht namentlich tarifirt
sind, sind wie Oele, fette, res^iective Mischungen
solcher Oele nach Tarifclasse XII zu behandeln.
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