Full text : Die wirtschaftliche Entwicklung und Lage der Elektrotechnik in der Schweiz

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Die  Distanz  betrug  I70  km,  der  Nutzeffekt  75°/ 0 .  Die
grösseren  Kraftübertragungsversuche  scheiterten  ehedem
fast  alle,  weil  der  erzielte  Nutzeffekt  zu  gering  (ca.  40-50%)
  war.  Heute  betragen  die  Verluste  bei  Fernleitungen ­
  von  ca.  150  km  bei  einer  Spannung  von
30—40000  Volt  nur  noch  5—12  °/ 0 .
Alle  diese  Fortschritte  befähigten  die  Elektrotechnik,
auf  vielen  Gebieten  mit  den  bestehenden  Industrien  in
Konkurrenz  zu  treten.  —  Licht-  und  Kraftbetrieb  finden
seit  Mitte  der  90er  Jahren  ausgedehnte  Verwendung,
insbesondere  die  Kraftübertragung.  Auch  die  Elektrochemie ­
  änderte  ihre  Gestalt:  aus  der  Klein-Industrie
wurde  eine  Gross-Industrie.
Ende  der  80er  Jahre  verschob  sich  auch  das  Bild
in  der  Fabrikation  der  Bedarfsartikel  für  die  Schwachund
  Starkstrombranche:  man  ging  zur  Spezialfabrikation
über,  während  früher  eine  Fabrik  (z.  B.  Alioth)  alles,
was  für  eine  Starkstrom-Anlage  nötig  war,  wie  Beleuchtungskörper, ­
  Messapparate,  Schaltapparate  usw.,
selbst  herstellte.  Vor  allem  war  es  die  Technik  selbst,
die  einen  spezialisierten  Betrieb  forderte;  die  modernen
amerikanischen  Spezial-Arbeitsmaschinen  verdrängten
bald  den  teuren  Feinmechaniker  und  setzten  billige
Maschinenarbeiter  und  Lehrlinge  an  seine  Stelle.

2.  Die  Grossfirmen.
Aus  dem  vorigen  Abschnitt  ersehen  wir,  dass  die
Reife  der  Starkstromtechnik  noch  relativ  sehr  jung  ist.
Es  waren  daher  keine  schwierigen  Klippen  von  ver ­
            
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