Full text: Die wirtschaftliche Entwicklung und Lage der Elektrotechnik in der Schweiz

— 65 — 
den ungeschmälerten Betrieb der Werkstättc 
zu erhalten und angesichts der erhältlichen Preis) 
eigentlich nur die Rücksicht auf die Arbeiterschaft eine 
volle Beschäftigung erwünscht erscheinen lassen.“ 
Die wirtschaftliche Störung war allerdings nicht 
von so langer Dauer wie diejenige in Deutschland aus 
der gleichen Zeit. 
Musste auch in den Jahren 1900 ff. meistens mit 
Verlust gearbeitet werden, so trat doch schon wieder 
ün Laufe des Jahres 1903 eine Wendung zum Besseren ein. 
Natürlich wurden durch die Störung nicht alle 
schweizerischen Elektrizitäts-Firmen in gleich starker 
Weise beeinflusst. Bei der Maschinenfabrik Oerlikon 
setzte die Depression verhältnismässig am frühesten ein; 
auch liess sie bei ihr nicht so rasch nach wie bei Biown, 
Boveri & Co. Letztere überstand wohl am besten die 
Krisis. Weniger gut ging es „Alioth“. Sie unternahm 
es gerade in der Zeit des Niederganges der elektrischen 
Industrie, ihre Werkstätten bedeutend zu vergrössern. 
Burch den Bau einer Zweigfabrik in Lyon war überdies 
dei ihr die administrative Leitung sehr erschwert worden. 
Kabrikations- und Installationsfehler zogen grössere Ver- 
Iuste nach sich. Der Reservefond musste zur Deckung 
des Schadens herangezogen und das Aktienkapital von 
Se chs auf drei Millionen Franken herabgemindert werden. 
Brei Millionen Franken wurden alsdann in form von 
Prioritätsaktien neu hinzubeschafft. Für das Jahi 1901 
w aren hohe Abschreibungen nötig. Der Verlust von 
l9 °1 betrug insgesamt 3,347,995 Fr. gegenüber einem 
Gewinn von 435,000 Fr. im Vorjahre. 
Die kleinen Elektrizitätsfirmen überstanden die un 
günstige Geschäftslage noch am besten. 
5
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.