Full text : Die wirtschaftliche Entwicklung und Lage der Elektrotechnik in der Schweiz

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Fälle  gänzlicher  Betriebseinstellung  wie  in  Deutschland ­
  sind  in  der  Schweiz  nicht  vorgekommen.
Die  eigentliche  Hauptursache  der  Depression  lag
in  der  falschen  Betätigungsweise  der  Elektrizitätsfirmen
bei  dem  Bau  von  Elektrizitätsanlagen  (Elektrizitätswerken ­
  und  Bahnen)  aus  eigenen  Mitteln.  Es  würden
Elektrizitäts-Werke  gebaut,  von  denen  man  sich  schon
von  vornherein  hätte  sagen  müssen,  dass  sie  nie  rentieren
würden.  Die  Produktions-  und  Absatzmöglichkeiten
waren  nicht  genügend  studiert,  der  Strom  zu  billig
offeriert  worden  —  namentlich  bei  den  ersten  Vertragsabschlüssen ­
  mit  den  Konsumenten.  —  Aehnlich  erging
es  bei  dem  Bau  von  elektrischen  Kleinbahnen.  Eine
Anzahl  von  Geleisestrecken  wurden  gebaut,  die  weder
jetzt  noch  später  den  Erbauern  eine  genügende  Rentabilität ­
  bringen  werden.
Dies  bedingte  eine  fortwährende  weitere  Ausgestaltung ­
  der  Produktionsstätten  und  führte  zur  übermässigen ­
  Investierung  grösserer  Kapitalien  bezw.  zur
Gründung  von  Finanzgesellschaften.
Hinzu  kam  die  Steigerung  der  Preise  für  die  Rohmaterialien ­
  und  Halbfabrikate  infolge  des  so  schnell
steigenden  Bedarfs  an  solchen,  die  stete  Verschlechterung
gewisser  Rohstoffe  (Eisen,  Kohle)  und  das  Nichteinhalten
der  Lieferfristen  für  Rohstoffe  und  Halbfabrikate,  ferner
das  fortwährende  Steigen  der  Arbeitslöhne  und  der  Ausgaben ­
  für  Kreditbedürfnisse.  —
Ueber  die  Ursachen  des  Rückschlags  und  der  sich
daraus  ergebenden  Aufgaben  der  Geschäftspolitik  äussert
sich  die  Maschinenfabrik  Oerlikon  in  ihrem  Geschäftsbericht ­
  für  1901/02  wie  folgt:
„In  den  zahlreich  veröffentlichten  Besprechungen  über
die  Verhältnisse  des  gegenwärtigen  elcktr.  Marktes  wurde
            
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