Full text : Die wirtschaftliche Entwicklung und Lage der Elektrotechnik in der Schweiz

Die  Produktion  der  Werke  in  der  Schweiz  (Neuhausen) ­
  ist  somit  jetzt  auf  800—900  Tonnen  zu  schätzen.
Von  der  Gesellschaft  selbst  werden  hierüber  genauere
Angaben  nicht  gemacht.  Da  die  Weltproduktion  in
Aluminium  auf  rund  8750  Tonnen  anzusetzen  ist,  trägt
die  Schweiz  hierzu  etwa  10°/„  bei,  mehr  also  als  England, ­
  dessen  Produktion  auf  nur  ca.  650  Tonnen  zu
veranschlagen  ist,  ungefähr  halb  so  viel  als  Frankreich,
das  1700  Tonnen,  und  ein  viertel  so  viel  als  Nordamerika,
das  etwa  3400  Tonnen  produziert.  Itn  Jahre  1892
stammte  noch  mehr  als  die  Hälfte  der  ca.  487  Tonnen
betragenden  Weltproduktion  an  Aluminium  aus  der
Schweiz,  und  zwar  von  der  Aluminium-Industrie-Aktien-Gesellschafl.
  Aluminium  ist  das  einzige  Metall,  welches
die  Schweiz  über  ihren  eigenen  Bedarf  hinaus  erzeugt.
Dem  Umstande,  dass  es  in  gewissem  Grade  die
mechanischen  Vorzüge  der  gewöhnlich  gebrauchten
Metalle  —  in  Härte  und  Festigkeit  gibt  Aluminium
Gusseisen  und  Bronze  nichts  nach  —  mit  der  Beständigkeit ­
  der  edleren  Metalle  in  sich  vereinigt,  sowie  seinem
ausserordentlich  geringen  spezifischen  Gewicht  verdankt
das  „Silber  des  Tons“,  nachdem  sein  Preis  auf  2—2,5  Fr.
per  kg  gesunken  ist  (im  Jahre  1855  noch  ca.  1200  Fr.),
seine  mannigfaltige  Verwendung  im  Kunstgewerbe,  zur
Anfertigung  verschied.  Gebrauchsartikel,  Feldflaschen,
Kochgeschirre  usw.  Besondere  Vorzüge  haben  die
Legierungen  mit  Kupfer  (bis  zu  10°/ 0  Al.),  die  Aluminiumbronzen
  (grosse  mechanische  und  chemische  Widerstandsfähigkeit), ­
  was  die  Eisen-  und  Stahlindustrie,  sowie
die  Schiffsbauindustrie  zu  bedeutenden  Abnehmern  für
Aluminium  machen.  In  der  Elektrotechnik  selbst  hat
man  bereits  nicht  ohne  Erfolg  Versuche  gemacht,  bei
            
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