Full text : Das Kontokorrentgeschäft im deutschen Bankgewerbe

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sehr  beträchtlicher.  Zum  mindesten  aber  gibt  die  Ausbildung
des  Kontokorrentgeschäftes  die  Grundlage  einer  stabilen  Minimaldividende. ­
  Statistisch  lässt  sich  jedoch  der  Gewinn  nicht  ganz
erfassen,  da  die  aus  dem  Kontokorrentgeschäfte  sich  ergebenden ­
  Zins- 1 )  und  Provisionsgewinste  nicht  getrennt  von  den
aus  den  übrigen  Geschäftszweigen  resultierenden  angeführt
werden  und  mitunter  auch  Buchungskunststücke  Vorkommen.
Demungeachtet  wollen  wir  in  der  folgenden  Tabelle  die
Provisionsgewinste  bei  den  Berliner  Grossbanken  für  das
Jahr  1902  betrachten,  da  sie  doch  zum  weitaus  grössten  Teil
aus  dem  Kontokorrentgeschäfte  stammen,  und  sie  mit  den
Gesamtgewinsten  (Brutto-  und  Nettogewinn)  vergleichen:

Verhältnis  der  Provisionsgewinste  zu  den  Bruttogewinsten ­
  im  Jahre  1902

In  1000  Mk.

Bankberichte.

Name  der  Bank

Provisionsgewinste ­


Bruttogewinste ­


in  Prozenten
der  letzteren

Deutsche  Bank  .  .  .  .

9  187,3

34  252,8

26,8

Diskontogesellschaft  .  .

4  579,6

19  156,7

23,9

Dresdener  Bank  .  .  .  .

5  104,0

19  482,8

26,2

Darmstädter  Bank  .  .  .
Schaaffhausenscher  Bank-2

  361,7

15  895,7

14,9

verein

2  449,4

9  380,7

26,1

Berliner  Handelsgesellsch.
Nationalbank  für  Deutsch-2

  661,3

12  495,5

21,3

land

1  088,5

5  358,6

20,3

Mitteldeutsche  Kreditbank

1  306,0

5  060,4

25,8

Berliner  Bank  .  .  .  .

824,8

3  632,3

22,7

Sa.

29  562,6

124  715,5

Durch-  no  1
schnitt

*)  Eine  rühmliche  Ausnahme  hievon  macht  z.  B.  die  Allgemeine
Deutsche  Kreditanstalt  zu  Leipzig,  welche  die  Zinsgewinste  aus  den
einzelnen  Geschäftszweigen  (somit  auch  aus  dem  Kontokorrentgeschäfte)
gesondert  angibt.  Bis  zum  Geschäftsjahre  1900  (inklusive)  machte  auch
die  Darmstädter  Bank  hierüber  genaue  Angaben.
            
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