Full text : Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft

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Nach  dem  Bericht  der  Seinstwoverwaltung  im  Gouv.  Ekaterinoslaw
dehnt  sich  die  Verwendung  der  landwirtschaftlichen  Geräte  und  Maschinen
sehr  stark  aus.  So  zählte  man  z.  B.  im  Kreis  Oberdnjepr  an  Pflügen
und  anderen  Ackergeräten:

(Tabelle  VIII)

im

Jahre

1894

bei

den

Gutsherren

5  220

«

«

Bauern

27271

«

«

1895

«

«

Gutsherren

6  752

«

«

Bauern

30  112

von  den

Dreschmaschinen  mit  Pferdebetrieb:

im

Jahre

1894

bei

den

Gutsherren

131

«

«

Bauern

671

«

«

1895

«

«

Gutsherren

290

«

«

Bauern

838

Dasselbe  wird  auch  aus  dem  Dongebiet  berichtet.  So  wurden  dort
innerhalb  des  Gouvernements  verkauft:
Von  den  amerikanischen  Getreidemähmaschinen  in  den  Jahren:

1900

1901

von  den  Grasmähmaschinen

2500

2500

«  «  Garbenbindern

25

100

Bei  dem  extensiven  Wirtschaftssystem  in  den  neurussischen  Gouvernements ­
  ermöglicht  die  Verwendung  der  landwirtschaftlichen  Maschinen,
die  wegen  der  grossen  Anbauflächen  ganz  unentbehrlich  sind,  die  Handarbeit ­
  zu  vermindern,  die  .Produktivität  der  Arbeit  zu  erhöhen,  die  Produktionskosten ­
  für  jedes  einzelne  Produkt  herabzusetzen  und  dadurch  die
Rente  stark  zu  erhöhen.  Das  wird  von  den  Gutsbesitzern  selbst  zugegeben: ­

«Die  Mehrzahl  von  Gutsbesitzern»  —  sagt  Herr  Jaroschko  —,  «die
die  Landwirtschaft  für  eine  Industrie  halten,  die  durch  die  Produktion
der  Vegetabilien  und  tierischen  Produkte  einen  Gewinn  zu  erzielen  hat,
bemühen  sich,  die  Produktionskosten  der  Bodenprodukte  durch  die  Verwendung ­
  von  Maschinen  möglichst  zu  vermindern.»  Die  selbstwirtschaftenden ­
  Gutsbesitzer  tun  es,  um  eine  möglichst  grosse  Rente  zu  erzielen,
die  Pächter  wegen  der  hohen,  immer  steigenden  Pachtpreise. 1 )
*)  Vortrag  in  der  Moskauer  Landwirtschaftlichen  Gesellschaft.
3*
            
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