,■ ir ihnen im übrigen gleichgültig, ob gute Geschäfte
g. macht wurden. Da sie in der Wildnis unkontrolliert
waren, so benutzten sie sehr oft ihr Amt dazu, sich selbst
zu bereichern.
Das Leben in der Wildnis ohne jede sittliche oder
religiöse Autoritäten, war ganz dazu angetan, die Mannschaft
der Company verwildern und verrohen zu lassen.
Dem sollte nun eine blutige Disziplin steuern: Auspeitschungen
und andere entehrende Strafen waren gar nicht
ungewöhnlich. Dadurch entstanden aber auch nicht selten
Meutereien, sodass das Leben in den ersten Zeiten
der Company durchaus keinen erfreulichen Anblick bietet.
Wenn die einzelnen so wenig Interesse an dem Wohle
des Ganzen hatten, so ist es auch gar nicht verwunderlich,
dass keine Entdeckungsfahrten unternommen und der Handel
ähnlich ausgebreitet wurde, wie bei den Canadiern,
die zu ihrem eignen Vorteil die Wälder durchstreiften.
Nur selten liessen sich Freiwillige dazu bewegen, eine
grössere Expedition ins Landesinnere vorzunehmen.
1691 machte Henry Kelsey eine Reise nach dem Westen;
sah zum ersten Male die Büffel auf der Prärie und
den Grizzlybären, aber er kehrte zurück, ohne dass sein
Beispiel aufmunternd gewirkt hätte.
Die Franzosen breiteten dagegen ihre Streifzüge unter
der Tätigkeit Ibervilles immer weiter ins Innere aus. Es
bildete sich die Compagnie de l’Ouest, und die Coureurs
des bois brachten aus den westlichen Prärien zum
ersten Male selber Büffelfelle heim. Durch dieses energische
Vorgehen der Franzosen wurden die Engländer
in Fort Albany fast ganz; kalt gestellt. Man sah in Canada
allmählich ein: Zur See konnte man die Bai nicht
beherrschen, weil es an einer Flotte mangelte, aber zu
Lande konnte man dem englischen Handel den Lebens-