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war, „Feuerwasser’’ an die Wilden zu verhandeln. Die
Folgen beim Genuss dieses Getränkes waren gewöhnlich
Schlägereien unter den roten Leuten, die gar nicht selten
mit Mord und Totschlag endeten.
Auch die Eskimos waren Kunden der Company. Von
ihnen wurde hauptsächlich Fischbein, Oel und Elfenbein
(Zähne von Seesäugetieren) erhandelt.
In dieser Zeit (1727) wurde auch ein Versuch gemacht,
den Handel der Franzosen lahmzulegen.
Burnett, der englische Gouverneur in New-York, verbot
nämlich den Handel mit den Franzosen, da diese
sich ihre Tauschwaren aus Neuengland verschafften. Die
Massregel hatte in der Tat fine Zeitlang Erfolg; im grossen
und ganzen konnte sie aber nicht den unternehmenden
Geist der Canadier zurückhalten.Iberville war zwar 1707 m
Havana gestorben, aber sein Heimatland brachte noch
viele tatkräftige Entdecker und Eroberer hervor.
•1731 begann Pierre Gaultier de Varennes de la Vsrendrye
seine Fahrten. Er war 1685 in Trois Riviöres geboren,
hatte den spanischen Erbfolgekrieg mitgemacht und war
bei Malplaquet schwer verwundet worden. Er kehrte darauf
nach Amerika zurück und setzte sein tatenreiches
Leben fort; seine vier Söhne bestimmte er dazu, ihn
auf seinen Reisen zu begleiten. Im Herbst 1731 kreuzte
er Rainy Lake und erbaute Fort St. Pierre. Er fuhr
den Assiniboine aufwärts und erreichte den Missouri. 1743
sah er als erster Europäer die östlichen Ausläufer, der
Rocky Mountains. 1748 fuhr er den Saskatchewan aufwärts
und gründete Forts in dem ganzen Winnipeg- und
Saskatchewangebiet.
Nach seinem Tode, 1749, setzten seine Söhne die Reisen
fort, aber der Gouverneur Bijot war ihnen nicht wohlgesinnt
und nahm ihnen das Pelzhandelsprivileg, das einer
Clique von Günstlingen des Gouverneurs gegeben wurde.