Full text : Canada und die Hudsons'bay-Company

—  77  —

der  erste  weisse  Mann,  der  die  arktische  Küste  Nordamerikas ­
  sah.  Im  Namen  der  Hudsonsbay  -  Company  nahm
er  Besitz  von  dem  Lande  und  kehrte  dann  nach  Churchill ­
  zurück.  —  Durch  seine  Reise  war  die  Entdeckung
der  Nordwestpassage  sehr  illusorisch  gemacht  worden,
denn  man  wusste  jetzt,  dass  zwischen  n6°  W,  67°  N
und  Fort  Churchill  sich  ein  weites  ödes  Landgebiet  erstreckte, ­
  und  nördlich  von  67°N  war  kaum  eine  fahrbare ­
  Strasse  zu  erhoffen.
Vom  Jahre  1769  ist  noch  zu  erwähnen,  dass  Astronomen ­
  auf  Fort  Churchill  den  Venusdurchgang  beobachteten ­
  und  von  der  Company  nach  Kräften  unterstützt  wurden. ­

Nach  den  Reformen  vom  Jahre  1768  kam  wirklich
ein  etwas  unternehmenderer  Geist  in  den  Handelsbetrieb.
Die  Mannschaften  waren  auch  zuverlässiger  geworden.
Man  hatte  seit  1712  angefangen,  Schotten  und  Orkneyinsulaner ­
  zum  Dienst  zu  verwenden  und  fand  diese  Leute ­
  sehr  brauchbar.  Sie  wurden  von  dem  Schiffskapitän  gewöhnlich ­
  für  fünf  Jahre  angeworben  und  bekamen  jährlich ­
  einen  Lohn  von  6  Pf.  Die  Strenge  des  Dienstes
wurde  ihnen  vorher  nachdrücklich  eingeschärft.  Sie  durften ­
  nicht  das  kleinste  Fell  unterschlagen,  darauf  standen
die  schwersten  Strafen;  bei  der  genauen  Kontrolle  war
eine  Unterschlagung  auch  fast  unmöglich.  Wenn  die  Indianer ­
  kamen,  durfte  kein  Mensch  vor  die  Tür  gelassen
werden,  damit  keine  privaten  Handelszusammenkünfte
stattfanden.  Bei  jedem  Spaziergang  musste  man  beim  Gouverneur ­
  um  Urlaub  einkommen.
Der  Gouverneur  jeder  Faktorei  hatte  noch  einen  Unterhändler, ­
  den  „second  öder  unterfactor.”Diese  beiden
mit  dem  Wundarzt  (surgeon)  und  dem  Bootsmeister  (master ­
  of  the  sloop)  machten  den  „Council”  aus,  der  über
alles  Wichtigere  vorher  beriet.  Die  Gouverneure  wurden
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.