Metadata: Der österreichische Exporteur

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rechnung des Miethswerths der unvermietheten Wohnungen ergibt sich als 
Miethswerth pro Grundstück 
für 1870 1871 1872 1873 1874 1875 1876 
5142 5460 5949 7089 8487 “8929“ “9193 Mark. 
Die angeblich über das Bedürfniss hinaus sorgende Bauthätigkeit an 
langend, so sagt eine vom Vorstande des Berliner Baumarktes an das preussische 
Staatsministerium gerichtete Petition: 
„Die Privatbauthätigkeit ist in den letzten Jahren in sehr erheblicher 
Weise zurückgegangen. Ein Beweis hierfür sind die Zahlen der im Bau 
gewerbe beschäftigten Maurer und Zimmerer, welche in den verschie 
denen Jahren folgende Zahlen repräsentiren : 
1872 187^ 1874^ 187^ 1876“ 
Handwerker 6630 6211 5408 51^ 38797 
Dieser erheblichen Abnahme der Bauthätigkeit steht die Bevölkernngs- 
zunahme gegenüber, die vom 1. Dezember 1875 bis Anfang d. Js. sich auf ca. 
32,000 Seelen belief; es ist deshalb ersichtlich kein Grund vorhanden, eine 
durchschnittliche Werthsverminderuug der hiesigen Grundstücke als voraus 
sichtlich und unausbleiblich zu behaupten. 
Wohl werden gewisse Gegenden von dem Darniederliegen vieler Industrie 
zweige mehr wie andere betroffen; es ergibt sich dies aus der Zahl der Sub- 
hastationen. Der Prozentsatz sämmtlicher Siibhastationen bebauter Grundstücke 
beziffert sich aber für 1876 auf überhaupt 1,%, pCt, und, wenn zwei von den 
vorhandenen 18 Revieren, Moabit und Wedding, mit ihrem grösseren Antheil 
von 4,,2 und 4,8i pCt. in Abrechnung gebracht werden, nur noch auf den 
gewiss nicht erheblichen Prozentsatz von 0,99 pCt. Es zeigt sich aus diesen 
Zahlen hinreichend, dass viel Falsches und Uel)ertriebenes zum Erweise einer 
angeblich allgemein trüben Lage des Berliner Grundkredits kolportirt wird. 
Es ist wohl als sicher anzunehmen, dass die Leitungen grosser Hypo 
thekenbanken, die ja Zentren eines bedeutenden Hypothekenverkehrs sind, 
mehr Gelegenheit haben, als ein Einzelner, sich ein den tbatsächlichen 
Verhältnissen entsprechendes TIrtheil über die Lage des Realkredits zu bilden. 
Wie schon im Vorjahre, so müssen wir auch jetzt sagen, dass wir die hier 
und da auftauchenden und von mehr oder weniger interessirten Personen ge 
flissentlich verbreiteten Gerüchte über eine ungünstige Lage des Berliner 
Realkredits für nichts weniger, als gerechtfertigt halten.“ 
Ohne (len Werth vorstehender Mittheilungen verringern zu 
wollen, glauben wir doch, bemerken zu müssen, dass die fort 
gesetzte Steigerung des Miethswerths mit und nach dem Eintritt 
des grossen Krachs uns nicht ganz naturgemäss crsclieint. Der 
Rücksicht auf das notorische Darniederliegen der Geschäfte in 
Berlin, besonders auch das der Ladengeschäfte, welche am Mieth- 
ertrage der Häuser in einer grossen Stadt bekanntlich einen 
hervorragenden Antheil haben, gebührt, unseres Dafürhaltens, auch
	        
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