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1) Zusammengestellt aus den Nachrichten für Handel und Industrie.
im Laufe der Jahre in bemerkenswerter Weise verschoben. Der
grosse Einfluss, den der Ausbau der Transport- und Absatzein
richtungen für den asiatischen Markt hatte, ist deutlich zu er
kennen. (Nach Mertens, (S. 453) betrug die Leuchtölausfuhr (in
1000 Pud)
1889 nach Europa 24 202 = 73,2 °/ 0 nach Asien nur 8 839 = 26,8 °/ 0
1893 * » 26854 = 55,80/0 » » » 21 283 = 44,2 o/ 0 dagegen
1897» > 23624 = 48,30/0 » » 25220=51,70/0
In den folgenden Jahren ging die Ausfuhr nach aussereuropäischen
Ländern infolge der Konkurrenz des Standard Oil Trust und
der asiatischen Petroleumfelder (Hinterindien, Japan etc.) wieder
entschieden zurück. Die vom Verein der russischen Naphthain
dustriellen herausgegebene Statistik gibt folgende Zahlen für die
Leuchtölausfuhr aus Batum und Novorossisk:
Gesamtausfuhr aller Pe-
nach Europa nach Asien und Afrika troleumprodukte;
Wert in 1000 Rubel
1900 33 876 798 Pud (=53,500/0) 29 443 691. (=46,50 0/ 0 ) 45 9°4
190136910803 » (=49,640/0) 37 447 563 (=S 0 .36 %) 5 2 28 9
190244684710 » (=62,410/0) 26 919 018 (= 37,59 0/0) 42077
1903 56 193 757 » (= 69,69 0/ 0 ) 24 443 223 (= 30,31 O/o)
Nach Ländern geordnet, verteilt sich die Ausfuhr des Bakuer
Distrikts nach einigen europäischen Ländern wie folgt x ):
Es gingen nach
1902 1904 1905
England 21 413 000 Pud
Frankreich 8 231 000 »
Deutschland 5 762 000 »
20 504 000 Pud
11 763 000 »
2 704 000 »
13 022 000 Pud
4 532 000 »
2815 000 »
Ein grosser Nachteil, unter dem die russische Erdölindustrie zu
leiden hat, ist die Unzuverlässigkeit des Menschenmaterials, auf
das sie angewiesen ist, und die Unsicherheit der Zustände, unter
denen sie arbeitet. Streiks sind an der Tagesordnung und ver
ursachen oft enormen Schaden. So berechnet man die durch
Arbeitseinstellungen allein im Dezember 1904 verursachte Minder
ausbeute auf 23 Millionen Pud. Die Streiks setzten sich in der
ganzen ersten Hälfte 1905 fort, sodass die Förderung bis Juni um
weitere 35 Millionen Pud hinter dem unter normalen Verhältnissen
zu erwartenden Ertrag zurückgeblieben war.
In den Herbst eben dieses Jahres fallen dann die tartarisch-
armenischen Unruhen, die einen grossen Teil der Bohranlagen
und der Reservoire vernichteten. Diese Schäden waren so gross,
dass im Auslande abgeschlossene Kontrakte zu einem grossen