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verbinden, kein sehr einfaches ist. Aber man wird auch ohne weiteres
zugeben, daß es für den Fortschritt der Gesellschaft von unendlichem
Vorteil wäre, wenn befriedigende Lösungen hierfür gefunden werden.
Schrecken doch viele sonst freidenkende Menschen gerade deshalb vor
der Demokratie zurück, weil sie von ihr Schädigung des Wertvollsten
an der Persönlichkeit befürchten. Umgekehrt aber fürchten viele
Demokraten und Sozialisten von der Forterhaltung bedeutungsvoller
persönlicher Mandate Schädigung demokratischer und sozialistischer
Prinzipien. Beide Elemente werden in den Mac Donaldschen Untersuchungen
und Nachweisen viel Material zur Berichtigung ihrer
Theorien und Beklemmungen finden. Nicht daß der Versuch gemacht
würde, Widersprechendes durch dialektische Künste hinwegzudisputieren
oder durch äußerliche Kompromisse zu vermitteln.
Übertuschung der Gegensätze liegt Mac Donald fern. Er sucht und
zeigt die Wege zu den Lösungen durch Betonung der Grenzen, die
das organische Leben der Gesellschaft allem Überwuchern einseitiger
Tendenzen vorschreibt. Dabei ist er selbstverständlich darauf bedacht,
nicht in die Irrgänge der Soziologen zu verlaufen, die das
organische Prinzip zu reaktionären Zwecken mißbrauchen. Das organische
Leben ist zugleich konservativ und umwälzend. Es konserviert
das zum Funktionieren Notwendige und stößt das überflüssig
oder schädlich Gewordene ab. Es verträgt Förderung, duldet aber keine
willkürlichen Eingriffe, die das Zusammenwirken der zum Ganzen
gehörenden Teile ignorieren. Mit dieser Erkenntnis als Leitfaden geht
Mac Donald die Ämter und Aufgaben des modernen Staats durch und
zeigt er, was unter der Voraussetzung der Herrschaft sozialistischer
Ideen von oder an ihnen im Wesentlichen beizubehalten, was zu ändern
ist und in welchem Grade und Umfange das zu Ändernde vernünftigerweise
umgebildet werden kann. Er hält sich dabei immer
auf dem Boden des Tatsächlichen und Möglichen und ist doch nie
Sklave des Althergebrachten. Er ist als Sozialist oft unkonventionell,
aber er ist nie paradox um der Paradoxie willen. So zieht er dem
Eingreifen des Staates in die Familie stärkere Grenzen, als dies die
meisten sozialistischen Theoretiker tun, weil er den Fortbestand der
Familie für ein wesentliches Erfordernis gesunden Lebens der Gesellschaft
hält, denkt aber modern und wissenschaftlich genug, um
zu begreifen, daß mit den großen Veränderungen der wirtschaftlich-