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Knappschaft fern zu halten, welche über jedes einzelne Mitglied
Jurisdiktion beanspruchte und ihre Selbständigkeit in Frage
stellte, so haben sie vom Arbeiterbunde keinen Druck betreffs
Sympathiestreik, Boykott oder dergleichen zu fürchten und
würden ihre eigene Stellung durch Anlehnung an ihre Kameraden
nur stärken.
47. KAPITEL.
Die Aufgaben der Gewerkschaften.
Die Gewerkschaften haben in ihrer bisherigen Tätigkeit
schon höchst bemerkenswerte Erfolge zu verzeichnen, aber nie
wird die. Zeit kommen, wo sie wie ein aus dem Kriege heimkehrender
Kämpfer die Waffen ablegen könnten, w r o das Werk
vollendet wäre. Mit jeder Wandlung im Wirtschaftsleben tauchen
neue Aufgaben auf und jedes erreichte Ziel vermehrt die Zahl
der noch zu erstrebenden.
Zunächst ist natürlich noch an der Organisation zu arbeiten.
Sechs Millionen organisierter Männer würden nicht nur die doppelte,
sondern die vierfache Macht darstellen als drei Millionen, denn
jeder neue Anhänger der Sache stärkt jeden alten und entzieht
den Gegnern Truppen. So sind vor allem noch für die Ungelernten
und Frauen, für die unglücklicheren Mitglieder der Klasse,
gewaltige Opfer von den Bessergestellten zu bringen.
In zweiter Linie sollten die Ortsgruppen mehr als bisher gesellige
und intellektuelle Zentren für die Arbeiterschaft
werden. Die meist ungenügenden Klubräume sollten zu einem
angenehmen Aufenthaltsort gemacht werden, so dass die Leute
gern ihren Abend dort bei einem guten Buch zubringen. Die
Fachzeitschriften sollten dort oder in den Versammlungsräumen
ausliegen, und Vorträge von Kameraden aus anderen Gewerben
und von Aussenstehenden sollten unter den Leuten wirtschaftliche
Kenntnisse verbreiten. Ein Gewerkschaftshaus (labor lyceum)
sollte in den Grosstädten die Ortsgruppen der verschiedenen Gewerbe
einander näherbringen, damit das Niveau der Versammlungen
nicht durch die Umgebung gedrückt wird, wie dies in den
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