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teils auf Kosten des anderen zu gestatten, hat aber Zustände
geschaffen, die man nicht glauben könnte, wären sie nicht von
Tausenden von Zeugen vor den verschiedenen parlamentarischen
Untersuchungskommissionen bezeugt, die während der ersten Hälfte
des 19. Jahrhunderts eingesetzt wurden. Diese Untersuchungen
waren ein plötzlicher Scheinwerfer, der in die Tiefen eines Abgrundes
gerichtet, ein Bild von unzähligen Quälteufeln und geschundenen
Opfern zeigte. Selbst nach einem Zeitraum von mehr
als einem halben Jahrhundert wendet man sich mit Grauen von
einer selbst nur oberflächlichen Beschreibung dieser Zustände ab.
Auf die ungewöhnlich guten Ernten des halben Jahrhunderts
vor 1760 folgten Jahrzehnte besonders geringer Ernten, die den
Bauer mit Gewalt in die Städte trieben und die Umwandlung
eines Landes von Äckern und Weiden in ein Land von Fabrikstädten,
ein Wachstum der nördlichen Industriebezirke ohne eine
Zunahme der Landbevölkerung und ein grosses Angebot von
Arbeitskräften begünstigten. Dabei wurde die weibliche Landbevölkerung
ihrer ehemaligen Wintereinkünfte vom Spinnen und
Weben beraubt und die Armut der in die Städte strömenden
verlangsamte nicht etwa, sondern beschleunigte geradezu die
Fortpflanzung. „Eine verheerende Zahl kleiner Kinder,“ verurteilt
zu einem frühzeitigen Untergang im Sumpfe der Stadt
oder einem lebendigen Tode in der grausamen Fabrik. Die
Steuern sowie die Kosten der Lebensmittel stiegen und dadurch
sank die Kaufkraft der Löhne in den ersten Jahren des 19.
Jahrhunderts auf einen Tiefpunkt, den sie wahrscheinlich in den
vorangehenden 5 Jahrhunderten nicht erreicht hatte.
Dieser Tiefstand der Löhne brachte die Menschen auf die
Idee von der Existenz eines eisernen Lohngesetzes, einer grausamen
Notwendigkeit, dass der Lohn des Arbeiters auf die
niedrigste Summe, mit der man grade eben noch leben könne, festgelegt
sei. Und die tatsächlichen Zustände berechtigten damals zu
den trübsten und pessimistischsten Lehren. Das Verhältnis der
Fabrikanten, die selbst unter dem Druck der Konkurrenz litten,
war das von Herren zu freiwilligen Sklaven. Solange ein Sklave
ein wertvolles Besitzstück ist, etwa 4000 Mark kostet, erscheint es
für seinen Herrn zweckmässig, ihm die gleiche Sorgfalt zu widmen,
wie einem Ochsen oder einem Pferde. In dieser Zeit aber wurden
weisse Sklaven in unbeschränkter Zahl kostenfrei geliefert. Statt für
die Benutzung verwaister armer Kinder bezahlen zu müssen, wurden